Kein Text über Liebe

Liebe meines Lebens

Da bin ich wieder einmal mit dem Kopf durch die Wand gebrochen. 

Polternd laut und wild. 

Ritt ich auf des Teufels Rücken und verdammte die Welt, 

Dich und mich. 

Ja. 

Und dann brach ich durch diese und die nächste Wand. 

Und riss alles mit mir. 

Denn alles ist nicht echt! 

Denn alles ist pure Sinnlosigkeit! 

Das Leben, du, ich und alles! 

Sind Betrug! 

Oh Gott, dieses Leben! 

Nein! Das kann doch so nicht richtig sein! 

Ich brüllte und schrie ob der Leere die ich fand. 

War entsetzt, dass auch du so bist. 

So.. 

So irgendwie. 

Wie Menschen halt sind. 

Scheiße fehlerhaft. 

Schrecklich fehlbar. 

So wie ich. 

Warum warum warum …

Was suche ich in dieser TobSucht und Suche? 

In der Sucht des Suchens nach Klarheit? 

Ich suchte immerzu nach dir und brach durch jede Wand. 

Durch jede verdammte Wand brach ich. 

Und schrie weiter dieses WARUM. 

Aua. Tat das weh. 

Stemmte ich mich mit Widerwillen dagegen. 

Gegen diese Wände. 

Gegen das Leben. 

Gegen dich. 

Und gegen mich. 

Durch jede Wand brach ich. 

Ich musste. Da gab es kein vertun! 

Doch ich fand bloß mich. 

Und es tat so fürchterlich weh immerzu allein zu sein. 

Im nächsten Zimmer ohne Fenster. 

Dann weinte ich und schrie die Wände an. 

Ich hasste sie, denn sie guckten nur doof herum. 

Ich bin so lange gegen diese Wände gerannt, 

Bis ich mir alles zerbrach, sogar mein Herz. 

Es sprang auf. 

Zersprang. Wie ein Gefäß.

Es gab einen lauten Knall und ich brach mir alle Knochen. 

Und musste mich endlich ergeben. 

Und sanftes Licht erstrahlte. 

Es erklang ein Flüstern und ein Rauschen das sagte:

„Sei ganz ruhig, mein Liebes!

Nur weil du brennst, heißt das nicht das du stirbst. 

Du erblickst das erste Mal die Sonne. 

Und atmest das Leben. 

Jetzt hör auf zu Kämpfen und zu suchen. 

Du bist schon da wo du ankommen willst. 

Du bist schon das was du immer gesucht hast. 

Liebe und Sanftheit empfangen dich. 

Unendliche Klarheit umspült dich. 

Und der Friede des Aufgebens ist größer als jeder Wille!

Und da war ich bereit alles aufzugeben. 

Mich endlich hinzugeben dem Leben. 

Und so kehrte ich Heim. 

Zurück nach Hause. 

In die weiten Arme meiner Selbst.

Und fand dort die Liebe meines Lebens. 

(Mai 2019)

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