Kein Text über Liebe

Irren

Und ich weiß.

Du quälst dich genauso wie ich,

du fühlst dich genauso zerstört,

genauso gehasst,

und genauso einsam,

wie ich.

Dein Arm ist genauso kalt,

genauso hart,

genauso traurig.

wie meiner.

Auch wenn wir es vielleicht nicht sind.

Unserer Herzen liegen im Schatten,

schlagen nicht auf der Sonnenseite und liegen brach

und herum wie totes Fleisch,

durch dessen Venen einmal das Leben floss

in reißenden Strömen.

Wir atmen, stehen auf, schlafen ein.

Ja.

Wir über – leben das Leben. 

UNS. 

Und nennen das Leben.

Irgendwie.

Gut oder schlecht.

Es ist egal.

Und sind nicht froh darüber,

dass der Schmerz nun ein Ende hat.

Der unstillbare Schmerz nach mehr.

Nach Leben.

Nach dem Wahnsinn,

der sich UNS nannte.

Und den keiner verstand,

jeder uns für bekloppt hielt.

Für Irre. 

Für süchtig. 

Nach dem Schmerz. 

Wenn wir WIR sind. 

Und ich weiß: 

Lieber irre ich mit dir durch die Welt,

werde an dir, an ihr und deiner irre,

als an einer Welt ohne dich.

Ich ver-IRRE

Mich.

AN MIT UND OHNE DICH. 

Aber Irren ist ja menschlich.

(Sultanine-Archiv 29.02.2016)

Ein Kommentar zu „Irren

  1. Danke liebe Sarah,
    für die Worte, die beschreibenden der Tiefe …

    Habe da auch „ein kein Liebeslied“ oder doch?

    Als die Dunkelheit Besitz von mir ergriffen hat
    mich niedergedrückt hat hin bis in die Leere
    Da kamst du unsichtbar zu mir
    … in aller Stille
    Du bliebst bei mir
    und flüsterst mir zu „Ich bin hier“
    … und die Einsamkeit verschwand

    Einige Menschen denken von sich,
    daß sie etwas darstellen müssen
    – Gut, du gabst mir Erkenntnis, ich weiß
    Ich fühle mich immer wie Nichts,
    wenn ich im Dunkel allein bin
    Du entwickelst die Seele, den Funken
    der mich erhält
    machst mich zu mehr als
    Fleisch und Knochen

    Refrain/Chorus:
    In Zeiten wie diesen
    Ein jeder Narr kann es sehen
    deine Liebe in mir
    All die Jahre
    die Wahrheit vor meinen Augen
    während ich (sie) ablehnte
    obwohl mein Herz wußte was richtig war


    Wirst du fliegen/kommen
    nochmal und wieder
    und in den Himmel (mitnehmen)
    und wieder auffahren
    Löse die Fesseln
    abermals und für immer
    verbanne das „Tic-Tok“
    erneut/abermals

    Wirst du der sein
    der für mich (uns) ist/kämpft
    Damit ich es ertragen kann
    ich widerstehen kann
    all das
    Wenn du mit mir bist
    kann ich es ertragen
    kann ich widerstehen

    Doch als du gegangen warst
    war ich nie zu Hause/ angekommen
    in dieser [irrealen/bösen] Welt

    Wollen wir [nur] jemand, jemand sein
    jemand , jemand darstellen …
    irgendeiner, irgendeiner …
    irgend wer, irgend wer …

    Ein jeder Narr
    Ein jeder Narr kann es sehen
    Ein jeder Narr kann es sehen
    Deine Liebe/Leben/Kraft
    in mir …

    Ja, das nur als kleine, geklaute „Einlage“.

    Alles Liebe,
    Raffa.

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