Seelenweg und Spiritualität

Das Universum – unser Lehrmeister

Das Universum zeigt uns zu jeder Zeit wo wir stehen in der menschlichen Entwicklung. Es zeigt uns unmittelbar durch seine Wirkweisen und Zusammenhänge auf, was uns gerade bewegt. Denn das was geschieht ist die Wirkung einer Ursache, unserer Gedanken und Wünsche. Meistens sind es eben diese oder unsere Begierden, die sehr schnell dazu führen, dass wir eine Art Feedback bekommen vom Großen Ganzen. Das Universum und seine Gesetze, zeigen uns dann sehr deutlich durch Enttäuschungen oder Wut und Schmerz auf, was wir erhofften und was wir meinen für uns zu brauchen. Immer dann wenn eine Hoffnung zerfällt, immer dann wenn wir wutentbrannt oder erzürnt sind, können wir diese Empfindung nutzen, um der Ursache-Wirkungs-Kette auf den Grund zu gehen. Wütend werden wir nur, wenn wir etwas nicht bekommen. Nämlich das was man unbedingt möchte. Am stärksten ist diese Empfindung, wenn es sich um leidenschaftliche Wünsche handelt. Der Wunsch an sich ist immer leidenschaftlich, das heißt mit einer unruhigen Energie aufgeladen. Der Wunsch treibt unser Handeln an, steuert, dass wir die Welt manipulieren dahingehend, unseren Wunsch zu erfüllen. Häufig spiegeln Menschen uns das, gerade dann, wenn wir von ihnen nicht das bekommen was wir wollen.

Dann reagieren wir mit Enttäuschung, Frustration oder Wut. Wir haben einen Wunsch projiziert. Die Welt ist an sich neutral. Erst der menschliche Geist macht die Welt negativ oder positiv. Die Dinge geschehen wie sie geschehen, alles hat eine Natur bzw. ein Wesen. Das Wesen der Dinge ist wie sie ist. Und unser menschliches Leben besteht darin das Wesen der Dinge verändern zu wollen, weil wir es so WOLLEN. Weil wir es eben anders WOLLEN. Und wir gehen dahin und meinen, es wäre aber so und so richtig und nicht so, wie es gerade ist. Das ist der Grund für all das Leiden. Schmerz ist etwas anderes als Leiden. Schmerz ist eine tiefe Erfahrung des Menschen, die uns zum Menschen macht. Schmerz unterscheidet sich aber grundlegend vom Leid. Leid bedeutet einen dauerhaften Zustand. Schmerz tritt punktuell auf in zeitlichem Zusammenhang mit der äußeren Erscheinung der Welt im subjektiven Bewusstsein. Dann tritt der Schmerz aus dem subjektiven Schmerzkörper auf. Oft räsoniert er auch mit Leid oder dem Schmerz anderer Menschen. Dann spricht man auch davon dass er sich auflädt, um sich selbst zu erhalten. Der Schmerzkörper gehört zum Ego-Gebäude der Psyche, Ego-Konstruktionen wollen sich immer selbst erhalten und im Schmerz baden und das ist dann Leiden.

Wir können also zu jeder Zeit erkennen, wer wir sind in Wahrheit und wer wir nicht sind. Wir sind nicht unsere Wünsche, Begierden, Träume und Hoffnungen. Wir sind das Bewusstseinsfeld in dem all das auftaucht. Und das ist keine Form, wir oder unsere Essenz sind im Grund eigentlich formlos. Doch wir Menschen sind in diese Welt – diese Form inkarniert, um genau die Erfahrung zu machen: Wie schmeckt das, wenn ich in den Wunsch reinbeiße? Wie ist das, wenn ich diese menschliche Erfahrung mache? Meistens ärgern wir uns und denken: Scheiße, das hätte ich mir sparen können! Nein, wir können es uns ja nur bedingt aussuchen. Denn die Seele allein bestimmt wie oft und wie lange wir manches erfahren müssen, um da anzukommen wo wir hin sollen. Nämlich im Erkennen von Wahrheit und Unwahrheit. Von der Unterscheidung von Licht und Schatten. In dem Verlassen der Dunkelheit des Nicht-Wissens in das Licht des Wissens. So lange wir Menschen uns mit unseren Wünschen und Bedürfnissen identifizieren, das heißt uns darüber definieren, ein Selbst-Gefühl daraus ziehen, werden wir die Erfahrung von Leid machen. Das ist so normal wie der Himmel blau ist, das ist das Wesen der Form. Das Wesen aller Formen ist Begrenzung und Polarität. Der menschliche Geist und seine Wünsche sind unendlich, was uns einen Einblick in die Quelle der Unendlichkeit des Bewusstseins gibt. Wäre der Geist nicht an unser höheres Selbst – unser höheres Bewusstsein angeschlossen, würde unser Geist nicht laufend solche Blüten treiben.

Und das meine ich damit. Wir können eigentlich ziemlich schnell erkennen wo wir stehen und wann wir auf dem Holzweg sind. Nämlich dann wenn die Dinge nicht so laufen wie wir wollen. Wenn wir frustriert und ärgerlich sind darüber. Dann können wir feststellen: Aha! Da hat sich mein Verstand / Geist wieder einmal mit dem eigentlichen, nämlich meinem höheren Selbst verwechselt. Und das ist total in Ordnung und normal. Das sind eben die spirituellen Leitplanken auf die wir unbedingt achten müssen, um uns zu entwickeln. Wir dürfen und müssen uns verirren und diese Welt der Formen (auch geistige Formen wie Gedanken gehören dazu), um zu verstehen und immer tiefer zu vertrauen, in das was wir wirklich sind.

Unser höheres Selbst ist stets frei von jeder Bewertung und jeder Polarität. Es ist Frieden. Egal was in der Welt gerade geschieht. Und diesen Weg, von diesem Theater und dieser Enge als Mensch in die Unendlichkeit und Weite und den Frieden des allgegenwärtigen immer präsenten EINEN ist unser aller Aufgabe.

Das Universum beschützt uns dabei. Weil es uns IMMER das richtige Feedback gibt darüber, wo unser Bewusstsein gerade unterwegs ist. Ob es sich verhaftet und verirrt in der Unwahrheit oder ob es frei und friedlich in sich selbst ruht. Na ja, wir sind ja alle nicht Buddha. Aber so ein bisschen wisst ihr was ich mein, oder? Wenn Harmonie da ist, Freude und Leichtigkeit sind wir immer auf dem richtigen Pfad.

Om Shanti.

Frieden.

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