[BUCHSTABENLIEBE]❤️

Mir geht es gut

Nein es ist nicht schlimm. Wirklich nicht. Ich habe überlebt sogar unverletzt. Völlig unversehrt.

Ich sehe doch: alles noch dran alles wie zuvor.

Ich kann doch weiterfahren? Oder. Doch nicht?

Der Player spielt ein Mantra. Asatoma sat gamaya. Singen die.

Ich bin ruhig.

Und auch wieder nicht.

Ich kann weiterfahren.

Oder nicht? Doch. Ja.

Was mache ich jetzt?

Alle Sachen, Handtasche, Handy, meine Thermosflasche sind in den Fußraum des Beifahrersitzes geschleudert worden.

Mh. Das Lied läuft.

Hä?

Was ist passiert. Mein Geist versteht nicht. Mein Auto war mir immer sicher, ein sicherer Ort. So dachte ich. Nie einen Unfall. Nicht einen. Seit 20 Jahren.

Ich sehe nach vorn, Plastik und Blech. Eine Leitplanke, die bedrohlich nach hinten geknickt ist. Dahinter schwarzer Abgrund.

Nebel überall.

Das fünfte Auto fährt vorbei.

Dann ein Gedanke: ich lebe noch. Wie kann das sein?

Ich dachte ich sterbe. Ich habe nicht damit gerechnet. Ich atme. Das Lied läuft.

Noch ein Auto. Was soll ich jetzt machen?

Ich steige aus. Erstaunlich dass das geht, nichts kaputt an mir, arme und Beine sind dran, der Kopf auch. Alles ok.

Nein.

Ja.

Wieso?

Ich laufe herum. Was muss ich jetzt machen? Das Auto. Vielleicht nur ein Kratzer.

Es steht schräg. Quer zur Fahrbahn. Mir ist kalt.

Ich steige ein. Wird schon gehen. Ich bewege es mal, das Auto. „Komm Kumpel wir fahren war alles nur halb so wild.“ Denke ich.

Zündung. Rückwärtsgang. Gas.

Wieso bewegt sich das Auto nicht?

Weiß ich noch wie das geht? Das Autofahren? Ist der Gang drin?

Hä?

Noch mal.

Irgendwie geht hier gar nichts mehr.

Wieso? Ist doch nur ein Kratzer. Lackschaden…

Die Leitplanke beugt sich nach hinten. War ich das? Oh, dahinter gehts runter. Ganz schön tief …

aha.

So ist das also. So ein Unfall.

Im Auto läuft das Mantra. Lalala. Singsang.

Tod bin ich nicht. Obwohl ich vorhin innerhalb von Sekunden mit meinem Leben abschloss.

Es war gut. Und fertig. Ich kann jetzt gehen dachte ich.

Bevor das Auto von der Leitplanke gebremst wurde.

Mein Leben ist schön. Ich bin dankbar. Fühlte ich. Und Zeitlosigkeit. Ich glitt dahin in einem Meer aus Zeit. Gefühlte Ewigkeit. Das Auto fuhr einfach.

Ließ sich nicht mehr steuern.

Keine Lenkung. Keine Bremse.

Glatteis.

Der Berg. Diese Serpentinen und ich. Dieser Abend.

Und dann diese Endlosigkeit von Nichts geht mehr bis zum Aufprall.

Mein Leben zog an mir vorbei. Ich war ganz ruhig. Ganz beseelt.

Ja ich sterbe jetzt, es ist ok.

Gut. Dachte ich. Ich sah mich im Auto sitzen, ein anderer Teil war schon ausgecheckt.

Bereit zu gehen.

Es war okay.

Und nun das:

Ich lebe noch.

Ich sehe auf meine Schuhe.

Die bunten Herzchen glitzern.

Mh.

Mache ich.

Und jetzt.

Noch ein Auto.

Eine Gestalt kommt, ein Mann. Was will er? Keine Ahnung. Ich hab doch nichts, bin doch ok.

Warum kommt der zu mir?

„Brauchen sie Hilfe?“

Was?

Warum?

Nö.

Oder doch?

Nö.

Mir gehts gut, super gehts mir. Guck mal alles ist noch dran. Das Auto wird schon wieder. Lache ich.

Mh.

Macht der Mann. Er sieht das anders, merke ich.

Er fragt was von wegen Polizei.

Ähm.

Ach ja. Die könnte auch gut sein.

Warndreieck? Das sagt der Mann.

Was ist das? Ich weiß nicht ob ich eins habe. Und wo. Wo hat man so was denn?

Im Kofferraum?

Handschufach?

Ach ja Polizei. Die soll ich anrufen.

Ich weiß nicht wie ich mein Handy entsperren soll. Es ist so fremd alles. War ich schon mal hier, auf der Erde?

Wie funktioniert das alles hier.

Meine Füße, ich habe ja Füße! Denke ich. Und die stehen auf dem Boden!

Wie geht das?

Ich komme nicht zurecht.

Wie geht die Nummer von dieser Polizei, 110?

Ich wähle 11; dann 119; 113, dann klappt es.

Ein Mensch spricht.

Dann wird mir das Handy abgenommen. Der Mann neben mir sagt was. Er sagt irgendwas mit Unfall.

Meint der mich?

Ich hab nix, ne mich kann er nicht meinen.

Doch der meint mich.

Ich hatte einen Unfall. Er hat recht. Ach so nennt man das.

Ja.

Und jetzt?

„Kommen Sie mit zu uns ins Auto, da ist es warm“, sagt der Mann.

Und ich schaue ihn an.

Ok. Aber ich habe nichts.

Sage ich.

Ich habe nichts.

Ich habe doch nichts.

Sage ich.

Besorgte Augen. Ein Blick zum Auto.

Der Abhang. Die Dunkelheit.

Aber ich habe nichts.

Sage ich.

Mir geht es gut.

[BUCHSTABENLIEBE]❤️

Was tun wir uns da nur an?

Was tun wir uns da nur an? 

Trübnis legt sich dieser Tage auf meine Seele, 
sie schnürt mich ein, wie ein kleines Paket. 
Sehe ich nach draußen, sehe ich Angst und Spaltung 

Misstrauen und Skepsis in den Augen der Meisten. 
Wie ist es nur so weit gekommen? 
Dass wir uns gegenseitig nicht mehr fühlen? 
Dass wir uns gegenseitig so fremd geworden sind? 

Wir leben doch auf einer Erde, 
hier gemeinsam auf dem Weltenrund! 

Nein, wir wollen uns nicht zuhören und auch nicht vergeben, 
wir wollen urteilen und richten, 
über alle und jeden! 
Wir greifen uns an und bekämpfen uns, 
haben uns in unserer sicheren Gräben der Überzeugungen 
zurückgezogen.
Und laden nach, auf dass der nächste Informations-Hagel
kommen kann. 

Wir schließen uns aus:

Du nicht, du bist raus! 
Wenn du nicht willst wie ich, dann geh weg! 
Wenn du nicht genau das denkst wie ich, 
bist du falsch!


Und so verachten, 
so vernichten, 
so verbrennen wir alles in uns, was einmal menschlich war. 
Und merken nicht, 
wie weit es kommt und kommen kann. 

Nur wir allein. 
Haben den Schlüssel das zu beenden!
Den Wahnsinn zu besiegen, der sich Spaltung nennt!
Zu verzeihen und zu vergeben, 
auch wenn es Jahrzehnte dauern wird. 

Was tun wir uns da nur an? 
Ich weiß es nicht. 
Ich weiß es einfach nicht. 
Doch wenn wir nicht aufhören damit, 
sind wir verloren. 

[BUCHSTABENLIEBE]❤️

Blind-Flug

Könnte ich dich doch nur sehen,

wie du schaust,

wenn ich erzähle,

dann wäre mein Herz weit.

Könnte ich in deine Augen schauen,

deine Enttäuschung, deinen Ärger, deine Wut

aus ihnen lesen,

dann bräuchte es keine Worte.

Worte die wir oft nicht finden dafür.

Denn das was da ist, mit uns.

Ist namenlos.

Könnte ich dich spüren,

nur ganz kurz,

fühlen, wie warm du eigentlich bist.

Das du und ich immer verbunden sind.

Egal was ist.

Dann wäre da mehr Vertrauen.

Und weniger Schweigen.

Könnte ich einmal nur kurz, in diesen klaren Augen baden.

Die immer Frieden sind.

Dann wüsste ich, dass alles halb so schlimm ist.

Ich mag diese feinen Linien um deine Augen so gern.

Ich liebe sie.

Aber so?

Schau ich auf Buchstaben, einen Bildschirm.

Eine Tastatur.

Und soll jetzt lesen wie Gefühle zwischen uns gehen.

SO lese ich nichts.

So fühle ich nichts.

So sehe ich dich nicht.

Ich habe keine Idee wo du stehst.

Und wo ich bin.

Und wo wir uns treffen.

Wenn ich dich nicht fühlen kann,

fliege ich blind.

[BUCHSTABENLIEBE]❤️

Aus gegebenem Anlass: Dein NEIN ist heilig!

Irgendwann…
bist du nicht mehr zu manipulieren.
Mit Verlustangst und Angst vor dem Ungeliebt-Sein.
Vor der Angst nicht reinzupassen und anzuecken.
Vor dem Erschrecken des Abgewiesen-Seins.
Oder des Unwillkommen-Seins.
Irgendwann.
Wenn sie dich nicht mitspielen lassen so wie hunderte Male zuvor.

Irgendwann, da checkst du, dass die Ausraster und Pöbeleien anderer einfach der ihr Problem sind und nicht deins.
Irgendwann hast du begriffen, dir nicht jeden verfickten Schuh der Unsicherheit anzuziehen, der dir hingestellt
wird und denen den Rücken zu kehren, die dich permanent in ihre Scheiße reinziehen wollen.
Irgendwann zeigst du destruktiven Mustern den Mittelfinger.
Irgendwann sagst du „Fick dich mit deiner Unklarheit!“
„Mit deinen Schuldgefühlen!“.
„Und deiner Manipulation an mir!“
Irgendwann gehst du raus, bist stark und hebst das erste Mal den Kopf. Wischt deine Tränen der Enttäuschung und des Schmerzes ab. Der Schmerz darüber, dass die Welt eben doch nicht so harmonisch ist, wie du es dir immer gewünscht hast.
Irgendwann bist du in der Lage das zu verstehen.
Irgendwann.
Wenn auch du deine Hausaufgaben gemacht hast.
Irgendwann.

Wenn du dich gequält, geweint und gebettelt hast, dass die Menschen doch endlich einmal kapieren sollen, dass sie SO nicht mit dir umgehen können.
Dann raffst du endlich.
Dass du sowieso nicht mit solchen Flachzangen spielen willst.
Dass du sowieso nie dazu gepasst hast.
Irgendwann.
Wenn du dich endlich traust dafür aufzustehen, wer du bist.
So ganz ohne Maske, so ganz du!
Und aufhörst dich dafür zu entschuldigen, dass du nicht ähnlich grausame Spiele beherrschst.
Sondern jemand bist, der seiner Wahrheit treu sein will.
Wenn du es drunter nicht mehr machen willst.
Wenn du dich nicht mehr prostituierst.
oder kompromittieren lässt.
Dich verkaufst, nur um anerkannt zu sein.
Irgendwann.

Hört das Entschuldigen auf.
Irgendwann, stehst du auf für dich.
NUR FÜR DICH.
Erhebst dich aus der eigenen selbsterniedrigenden Position.
Und sagst „NEIN!“, zu dem Müll, der ständig auf dir abgeladen werden soll.
Irgendwann.
Wirst du einfach gehen, wenn dich jemand respektlos behandelt.
Irgendwann.
Wirst du einfach aufstehen.
Und gehen.
Wenn du endlich gelernt hast,
dich auch für dein „NEEEEEIN!“,
dein „ICH WILL NICHT!“
und dein „Fickt euch alle!“ zu
lieben. Dann endlich!
HAST DU GELERNT DICH SELBST ZU RESPEKTIEREN.
DANN, JA DANN!
Hast du gelernt dein NEIN in dir zu lieben.
Und „JA“ zu sagen, dazu!
Dein ungebrochenes NEIN ist heilig!

Beschütze es!

#ich mach da nicht mit! 

[BUCHSTABENLIEBE]❤️

Lilith – Sprich jetzt deine Herzenswahrheit — DEIN HERZENSWEG

Was es mit der lieben Lilith auf sich hat, wird hier schön erklärt, wichtig denn, Lilith steht für die weibliche Urkraft, die weiblichen Urinstinkte. Sich mit dieser Kraft zu verbinden stärkt jede Frau und macht sie stark, sinnlich, erotisch und mutig. Sehr lesenswert:

Heute am 6. September 2021 fängt ein neuer Lilith-Zyklus an (für 12 Jahre). Lilith verbindet sich mit dem aufsteigenden Mondknoten im Zeichen Zwillinge. Lilith ist die urweibliche Kraft in uns allen. Lilith hat keine Angst vor der männlichen Energie. Lilith ist mutig. Lilith lässt sich nicht unterdrücken, einsperren oder kleinmachen. Lilith lebt und vertraut ihrer […]

Lilith – Sprich jetzt deine Herzenswahrheit — DEIN HERZENSWEG
[BUCHSTABENLIEBE]❤️

Kompromisslos Kompasslos

Wirr und widerspenstig schreitest du durchs Dickicht der Gesichter.
Nicht eines lässt du aus, blickst hinein und staunst.
Menschen lieben, hassen und wiederfinden.
Das hast du dir aufgetragen.
Verstehen, beweinen und zusammensetzen.
Das was du nicht wiederfindest, findet man nimmer mehr.

Im menschenleeren Seelenraum umsunken und verbraucht,
hocken sie, um abgeholt zu werden.
Die verlorenen Geister der Menschenzeit,
versunken in völliger Leere.
Deren Lichter noch glimmen und winselnd rufen.
Wollen gesehen und beachtet sein,
Fristen ihr Dasein bis der Weltenende
Sehnen herbei eine andere Zeit.

Du schreitest so galant voran,
auf den Köpfen herumtanzend, im ironischen Regen,
küsst die aberwitzigen Figuren der Gegenwart.
Saugst sie ein und trägst sie nach Hause.
An einen anderen schönen Ort.
Nimmst alles mit, was am Wegesrand steht,
ob vetrocknet oder abgemäht,
was bleibt ist das überschallende DENNOCH.

Denn du willst dir das Leben eben geben.
Direkt in die Körpervene.
Direkt in die Geistesvene.
Schießt gern quer im Feld der Verrückten.
So bist du.
Verrückt und Entrückt.
Manchmal ein bisschen bedrückt.
Manchmal ein bisschen von allem.

Manchmal gar nichts und manchmal alles.

(12.12.2012)

[BUCHSTABENLIEBE]❤️

Sultanine – Gewöhnlich immer ungewöhnlich

Gewöhnungsbedürftig ist das hier. Das weiß ich. Ich weiß, dass das was ich schreibe nicht beliebig ist, nah geht und man es nah ran kommen lassen muss. Das braucht seine Zeit, seine Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Es ist kein Wort-Fast-Food, mal eben konsumiert und dann war es das. Nein nein. Diese Worte hier alle, sie sprudeln aus mir heraus und sind Teil einer viel bewegten Innenwelt, die sich mit den Herausforderungen des Lebens, mit dem eigenen Da-Sein, dem eigenen Sinn und der eigenen Identität in Abgleich mit der Umwelt befassen. Im Spannungsfeld zwischen Autonomie, Freiheit und dem Wunsch dazu zu gehören erleben wir uns jeder auf seine Art betroffen und eingebunden, bewegt von eigenen Themen, seit Beginn unserer Existenz. Ich versuche diese Themen lyrisch in Worte zu gießen, die Fragen zu formulieren, die ein Mensch auf diesem Weg an die Welt und an das Leben hat: Wozu ist diese ganze verrückte Scheiße eigentlich gut? Und was mache ich damit? Wer bin ich im Bezug auf meine Erfahrungen? Diese Texte bieten innere Bilder an, sind Schablone, sowie ein Stück auch Projektionsfläche für eigene Gedanken, Gefühle und Idee. So dass ein Jeder, der will sich darin spiegeln kann, sich selbst ein wenig dahingehend erforschen kann, was das denn nun so macht. Denn das Leben, es betrifft uns alle, auch wenn wir dazu neigen das einfach so abtun zu wollen. Wenn wir dazu neigen in Routinen die Fragen weg zu schieben, die wir an uns selbst haben und das uns da immer jemand piekt, der uns daran erinnert, dass wir uns selbst Antworten schuldig sind. Ich als mein Alias Sultanine will nicht wegsehen und mich stellen, dem immer wieder kehrendem Irrsinn, der sich Leben und das Fragen danach nennt. Wer nicht fragt, bleibt dumm. Wer nicht fühlt, bleibt flach. Und Schreiben, ist eine wundervolle Art zu explorieren, was denn da so ist in der Tiefe der eigenen Seele.

Und das ist gewöhnlich immer ungewöhnlich. So, wie Schätze eben nun einmal sind.

Immer Einzig. HEARTig. ❤️