Kein Text über Liebe

Idioten

Auch wenn du es nicht wahrhaben willst.

Auch wenn du dich dagegen sträubst.

Auch wenn du zeterst schreist und kotzt.

Auch wenn du stur bist bis zum abwinken.

Auch wenn du Gift und Galle spuckst.

Auch wenn du Theater machst.

Auch wenn du dich in dir selbst verloren hast.

Auch wenn du nicht mehr weiter weißt.

Auch wenn du voller Zweifel bist.

Auch wenn du denkst du seist es nicht wert.

Auch wenn du glaubst du bist schuld.

Auch wenn du meinst ich verstehe dich nicht.

Auch wenn wir manchmal nicht einig sind.
(Oder sogar ziemlich oft…)

Auch wenn wir manchmal Meilen voneinander getrennt sind.

Auch wenn du manchmal einsam bist.

Auch wenn dich deine Schatten einholen.

Auch wenn du ein ganz normaler Typ bist.

Ein ganz normaler Mensch.
So einer wie ich auch.

Sei dir eins gesagt:

Ich liebe dich.

Du Idiot.

Deine Idiotin.

Kein Text über Liebe

IM GRENZGANG

Ich habe langsam verstanden, wie du mich haben willst. Du willst, dass ich dir deine Schatten zeige, und so bin, wie du es dich nicht zu sein traust. Du willst, dass ich an deinem Wahnsinn kratze, in Abgründe schaue, kilometertief. Ins Schwarze. Deine Welt soll meine ins Stolpern bringen, und ich soll mich alleine fühlen. So mutterseelenleer. 

Ich weiß nun was ich dir zu zeigen habe. 

Ich weiß nun was du von mir willst.

Ich soll so sein, wie du. 

Ich werde nun wachsam beobachten, deinen Seelenkompost bewachen, ihn mit Spiegeln umstellen, und einer von ihnen werden. 

Ich werde fortan diejenige sein, die zu schwach ist für diesen Weg. Die kapitulieren muss vor diesen Stürmen. Und dich damit in Sicherheit wiegt. Wenn du mich ansiehst, so kühl und herablassend, hinein schnappst in den Modus des Verachtenden, kauere ich mich zusammen. Ich werde dich anbetteln, um Hilfe flehen und alles tun, nur um dir das Gefühl zu geben, du könntest es kontrollieren. Du könntest mich bändigen. Oder doch vielleicht sogar, verschlingen. Wie sehr wollte ich es, habe es immer und immer wieder probiert.

Der Wahnsinn, er kam und nahm dich in Besitz. Als zögest du das Messer geradewegs über meine gespannte Kehle, so galant und kraftvoll, so geübt, fast wie im Schlaf. So ist es, wenn er kommt, der Wahnsinn, wenn deine Schatten drohen, und das Schlachtfest der Gefühle von neuem beginnt. Sie sind so groß, dass sie fast zu meinen wurden. Dass ich fast dem irrigen Glauben anheim fiel, selbst eine Blutrünstige zu sein, die je nach Verfassung, das Inferno entfacht, zum Schlachttag ausruft. 

Denn dann helfen keine Gebete und auch dem Verstand sind derartig tollkühne Schatten, überlegen. Sie spielen dem X ein U vor und machen aus dem Grundgescheiten einen anderen. Einen, den du hasst. Einen, den du fürchtest. Einen, den du meinst zu erkennen. 

In mir. 

Ich versuche auf der Hut zu sein und dich mit Küssen beim Atmen zu halten. 

Ich werde mich abermals demütigen lassen, alle Schuld auf mich nehmen, der geächtete Feind für dich sein. Mich drei mal zur Schlachtbank führen lassen, wie ein dummes Lamm, das glaubt der Hirte kenne den richtigen Weg. 

Nur so, wirst du sie überwinden. 

Und wenn du inmitten des Schlachtfeldes stehst, deines eigenen, was Heulen und Zähneklappern macht, noch Blut an Händen und Mund, schaust du mich mit flehendem Blick an, der nur eines von mir hören will:“

Du hast keine Schuld. Das warst du nicht. Das war alles ich!“ 

(EIN TEXT, UM DIE BEGEGNUNG MIT DEM WAHNSINN ZU VERARBEITEN. EINE ERFAHRUNG AUS EINER TOXISCHE MISSBRAUCHS-BEZIEHUNG. GENAUSO ZERSTÖRERISCH, WIE ES SICH HIER LIEST.)

(Sultanine 2016)

Kein Text über Liebe

Die geliebte Unsichtbare

EinzigHEARTig unARTig - Der innere Seelenpfad

Es hat mich einmal gegeben.

Irgendwann. In deinem Leben.

Davon erzählt dir dein Herz jeden Tag.

Das da mal was Warmes war.

Was Echtes, Nahes.

Unverwechselbares.

Doch du blicktest durch mich hindurch.

Wie durch Glas.

Jahrelang versuchte ich dir zu zeigen,

wer ich bin.

Was ich fühle. Was ich brauche.

Von dir.

Doch du blicktest stumm,

um mich herum.

Durch mich hindurch.

Und sahst mich nicht.

Unsichtbar war ich für dich.

Bis ich fort war. Und es plötzlich auffiel.

Das da was fehlt. Unwiederbringlich.

Weg ist.

Und du begannst mich zu suchen überall.

Fragtest Bäume, Seen und den Wind.

Doch alle wussten keine Antwort.

Sie fragten bloß nach meinem Aussehen.

Dann schlugst du die Hände nieder.

Denn dir fiel auf, dass du das gar nicht weißt.

Du hattest mich ja niemals wirklich gesehen.

Niemals wirklich angeschaut.

Du weißt nur, wie es sich anfühlt mit mir zu sein.

Und dieses Gefühl…

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Kein Text über Liebe

Die geliebte Unsichtbare

Es hat mich einmal gegeben.

Irgendwann. In deinem Leben.

Davon erzählt dir dein Herz jeden Tag.

Das da mal was Warmes war.

Was Echtes, Nahes.

Unverwechselbares.

Doch du blicktest durch mich hindurch.

Wie durch Glas.

Jahrelang versuchte ich dir zu zeigen,

wer ich bin.

Was ich fühle. Was ich brauche.

Von dir.

Doch du blicktest stumm,

um mich herum.

Durch mich hindurch.

Und sahst mich nicht.

Unsichtbar war ich für dich.

Bis ich fort war. Und es plötzlich auffiel.

Das da was fehlt. Unwiederbringlich.

Weg ist.

Und du begannst mich zu suchen überall.

Fragtest Bäume, Seen und den Wind.

Doch alle wussten keine Antwort.

Sie fragten bloß nach meinem Aussehen.

Dann schlugst du die Hände nieder.

Denn dir fiel auf, dass du das gar nicht weißt.

Du hattest mich ja niemals wirklich gesehen.

Niemals wirklich angeschaut.

Du weißt nur, wie es sich anfühlt mit mir zu sein.

Und dieses Gefühl bleibt.

Dass da einmal etwas Großes war.

Und dass du es nie wirklich gegriffen hast.

Wahrgenommen hast.

Und so werde ich wohl auf jeher deine geliebte Unsichtbare bleiben.

Von der du niemals weißt wer sie wirklich ist.

Sondern nur, wie warm sie küsst.

Kein Text über Liebe

Liebe meines Lebens

Da bin ich wieder einmal mit dem Kopf durch die Wand gebrochen. 

Polternd laut und wild. 

Ritt ich auf des Teufels Rücken und verdammte die Welt, 

Dich und mich. 

Ja. 

Und dann brach ich durch diese und die nächste Wand. 

Und riss alles mit mir. 

Denn alles ist nicht echt! 

Denn alles ist pure Sinnlosigkeit! 

Das Leben, du, ich und alles! 

Sind Betrug! 

Oh Gott, dieses Leben! 

Nein! Das kann doch so nicht richtig sein! 

Ich brüllte und schrie ob der Leere die ich fand. 

War entsetzt, dass auch du so bist. 

So.. 

So irgendwie. 

Wie Menschen halt sind. 

Scheiße fehlerhaft. 

Schrecklich fehlbar. 

So wie ich. 

Warum warum warum …

Was suche ich in dieser TobSucht und Suche? 

In der Sucht des Suchens nach Klarheit? 

Ich suchte immerzu nach dir und brach durch jede Wand. 

Durch jede verdammte Wand brach ich. 

Und schrie weiter dieses WARUM. 

Aua. Tat das weh. 

Stemmte ich mich mit Widerwillen dagegen. 

Gegen diese Wände. 

Gegen das Leben. 

Gegen dich. 

Und gegen mich. 

Durch jede Wand brach ich. 

Ich musste. Da gab es kein vertun! 

Doch ich fand bloß mich. 

Und es tat so fürchterlich weh immerzu allein zu sein. 

Im nächsten Zimmer ohne Fenster. 

Dann weinte ich und schrie die Wände an. 

Ich hasste sie, denn sie guckten nur doof herum. 

Ich bin so lange gegen diese Wände gerannt, 

Bis ich mir alles zerbrach, sogar mein Herz. 

Es sprang auf. 

Zersprang. Wie ein Gefäß.

Es gab einen lauten Knall und ich brach mir alle Knochen. 

Und musste mich endlich ergeben. 

Und sanftes Licht erstrahlte. 

Es erklang ein Flüstern und ein Rauschen das sagte:

„Sei ganz ruhig, mein Liebes!

Nur weil du brennst, heißt das nicht das du stirbst. 

Du erblickst das erste Mal die Sonne. 

Und atmest das Leben. 

Jetzt hör auf zu Kämpfen und zu suchen. 

Du bist schon da wo du ankommen willst. 

Du bist schon das was du immer gesucht hast. 

Liebe und Sanftheit empfangen dich. 

Unendliche Klarheit umspült dich. 

Und der Friede des Aufgebens ist größer als jeder Wille!

Und da war ich bereit alles aufzugeben. 

Mich endlich hinzugeben dem Leben. 

Und so kehrte ich Heim. 

Zurück nach Hause. 

In die weiten Arme meiner Selbst.

Und fand dort die Liebe meines Lebens. 

(Mai 2019)

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Kein Text über Liebe

Phönix

EinzigHEARTig unARTig - Der innere Seelenpfad

Dich töten tat ich schon so oft. Ich frage dich „machst du mit“ und schon kämpfen wir. Ich hasse und töte dich mit Abweisung bis du taumelst. Dir wird schwindelig. Seit Tagen sind wir im Kampf, hier auf offenem Feld sind wir allein. Offenes Visier, Zahn um Zahn. Und jeder Schlag trifft, jedes Mal geht etwas zu Bruch. Wir sind im Vernichtungsmodus, Blut spritzt, Zähne fliegen, Knochen brechen. Oder eher Seelen. Unsere Seelen schreien und flehen, sie sind die einzigen die es besser wissen. Sie wollen retten, sich dazwischen werfen, doch keine Chance. „ Ihr liebt euch so sehr, haltet doch ein mit euren Waffen die nur Verderben und Ego sind!“, rufen sie. Doch vergeblich, du, ich – wir hören sie nicht.

Nein. Ich dich, du mich, es ist erst vorbei wenn es vorbei ist. Bis in die tiefsten Höhlen hinauf auf den höchsten Berg wird gemetzelt was das. Zeug…

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Kein Text über Liebe

Eine unmögliche Liebe lang

Wie das alles begann.

Damals. Das weiß ich nicht mehr.

So lange ist es her und doch frag ich mich:

Wo bist du und wie gehts dir jetzt?

Jetzt nachdem wir andere geworden sind.

Durch Schmerz und Zeit gegangen sind.

Uns so nah und fern durchgeliebt haben.

Zum anderen.

Zu uns.

Durch all die Schichten von Schein.

Und Erwartungen.

Von Mustern. Konditionierungen.

Traumata. Und sonstigem Geröll.

Bleibt es still.

Die Zeit geht und immer sind es diese Abdrücke.

Auf Herz und Seelen, die uns nicht vergessen lassen.

Dass es sie gibt.

Dass sie da ist so lange wie sie nun mal dauert.

Was spielt Zeit für eine Rolle,

Im Herzensgrund stehen die Zeiger auf unendlich.

Da ist es egal was möglich und unmöglich bedeutet.

Ob wir einander fern oder nah sind.

Im Herzensgrund können alle Lieben überleben.

Unmöglich.

Dich zu vergessen.

Sag, wie lange soll das noch so sein?

Eine unmögliche Liebe lang…

Kein Text über Liebe

Phönix

Dich töten tat ich schon so oft. Ich frage dich „machst du mit“ und schon kämpfen wir. Ich hasse und töte dich mit Abweisung bis du taumelst. Dir wird schwindelig. Seit Tagen sind wir im Kampf, hier auf offenem Feld sind wir allein. Offenes Visier, Zahn um Zahn. Und jeder Schlag trifft, jedes Mal geht etwas zu Bruch. Wir sind im Vernichtungsmodus, Blut spritzt, Zähne fliegen, Knochen brechen. Oder eher Seelen. Unsere Seelen schreien und flehen, sie sind die einzigen die es besser wissen. Sie wollen retten, sich dazwischen werfen, doch keine Chance. „ Ihr liebt euch so sehr, haltet doch ein mit euren Waffen die nur Verderben und Ego sind!“, rufen sie. Doch vergeblich, du, ich – wir hören sie nicht.

Nein. Ich dich, du mich, es ist erst vorbei wenn es vorbei ist. Bis in die tiefsten Höhlen hinauf auf den höchsten Berg wird gemetzelt was das. Zeug hält. Wir zerstören und töten alles was uns lieb ist, es ist alles recht. Nur bestrafen wollen wir für alles. Für all das Ungeleibtsein was uns je widerfahren ist. Auf ewig sollen alle bluten und in der Hölle schmoren dafür. Auf ewig, koste es was es wolle. Denn der andere ist schuld. Wir sind überzeugt davon, dass der andere mit Sicherheit etwas tun könnte, uns bewahren könnte vor Verrat, Übergriff und Bedrängnis.

Doch der tut es nicht. Und dafür muss er büßen, er muss bezahlen.

Was wir nicht wissen ist, der andere ist gar nicht da.

Wir sind allein. Ein jeder auf seiner Seite. Zwischen uns ein riesiger Fels. Und so prügeln wir auf ihn ein, denn wir meinen der andere stünde uns gegenüber. Wir sind blind, wähnen Gesichter, Worte und Taten an des Felses Stelle und kämpfen. Jeder auf seiner Seite. Wir brüllen uns an, über den hohen Fels hinweg brüllen wir, der andere solle doch aufhören oder für unser Leid bezahlen. Und stetig kommt ein „nein, beende du es doch!“ zurück.

Immer geht ein Schlag ins Leere und der Fels tut wie im geheißen, hier im Land der Illusion zeigt er das was wir sehen wollen. Er zeigt schmerzverzerrte und verzweifelte Gesichter. Verletzte Glieder, gebrochene Herzen, Trennungen, einen Schaden nie zu reparierenden Ausmaßes.

„Stopp!“ rufst du.

„Was ist?“

„Komm, jetzt gib nicht auf, stell dich du elendiger Feigling, ich will es beende, jetzt und hier!“ brülle ich zurück.

Doch du sagst „nein!“, kommst über links an mich ran und ich erschrecke.

Du standest mir doch gegenüber und ich schaue auf den steinigen Fels, der leblos Zeuge wurde von einem Wahn der keine Grenzen kennt.

„Komm. Gib mir das!“

Du nimmst mein Schwert und legst es weg.

„Das bringt doch nichts“.

Ich bemerke dass wir hinken. Deine Rechte Seite hat es ordentlich abbekommen.

So wie meine linke.

„Wie kann das sein?“, frage ich dich.

„War es doch nicht echt“?

Doch. Es war alles echt.

„Solange du und ich davon ausgehen. Alles ist echt was wir beschließen.

Mach die Augen zu wir gehen zurück“.

Dann Stille.

Stopp.

Pause.

Inmitten der endlosen Weite einer Steinwüste steht eine Couch. Samtig ist die, und weich.

Wir lassen uns auf der Couch nieder. Du hast deinen Kopf auf meinem Schoß, die Augen geschlossen. Ich sitze ganz links, du hast deine Beine ausgestreckt. Ich streiche über deine Augenbrauen. Ich streiche sie aus. Du sollst entspannen.

Erschöpft sind wir, ich reibe mir die Augen.

Wir leben noch. Wir, das heißt unsere Beziehung lebt. Wieder oder noch, wir können es nicht ausmachen, wir wissen nur, wir haben einiges hinter uns dass wir überhaupt hier zusammen gekommen sind und noch daran glauben. Das Liebe tatsächlich ist zwischen uns.

„Wie oft haben wir uns jetzt getötet?“ Frage ich dich und du brummst etwas vor dich hin.

„Mh, glaub zehn bis zwanzig Mal waren es bestimmt!“, sagst du und machst die Augen auf und wieder zu.

Ich streiche über deinen Körper, er ist ganz warm. Ich mag ihn. Ich mag wie er sich anfühlt und wie er riecht und eigentlich alles was mit ihm zusammenhängt, denn das bist ja du.

Töten ist ein schlimmes Wort. Denke ich. Aber ja, er hat recht. Gäbe es Orden für Beziehungsschlachten, wir könnten beide auf eine ansehnliche Anzahl schauen.

Hier ist es so friedlich.

„Was war denn?“ sagst du und ich sage „Das Übliche“.

„Ach so“

Ich küsse dich auf die Stirn. Ich will dich umsorgen, dich nie mehr loslassen. Oh Gott waren wir grausam zueinander.

Wir lieben uns. Sehr. Wir sind uns so ähnlich, wir fühlen ähnlich und sehen die Welt mit derselben Brille. Wir sind ein Traumpaar, es gibt nichts zu streiten, unsere Liebe ist sehr tief, wir vertrauen einander und kennen jede Seite des anderen.

Bis wir in den Krieg ziehen.

Dann ziehen wir unsere Wortgewandten Schwerter voller Analytik und Psychologie über die Kehle des anderen als gäbe es kein Morgen.

Dann bläst das Horn zum Sturm und die Angriffslinie wird gebildet. Dann, ja dann.

Traumatisierte Menschen leben im Trauma. Sie können auch ohne, bis sie in so ähnlich nahen Beziehungen sind wie sie äquivalent nur mit den ersten Bezugspersonen waren. Ein Trauma entsteht wenn ein Kind für eine gewisse Zeit einer emotional überfordernden Situation ausgesetzt war, di sich tief in die psychische Struktur eingebrannt hat. Und daraus resultieren nich viel mehr Ansatzpunkte für negative Glaubenssätze, Verhaltensmuster usw.

Ein Verlassenheitstrauma lässt die Betroffenen alte existenziell bedrohliche Gefühle des Alleinseins und Ausgeliefertseins wieder erleben als wären sie aktuell und auf die Situation hin passend. Ist es für das Unterbewusstsein stimmig reicht die Fliege an der Wand und die ganze Kaskade an Verlassenheit, Verrat und Betrug prasselt auf den Betroffenen ein. Derjenige ist für Tage der Überzeugung alles sei echt. Die Fliege sei Schuld. Und so geht man auf die Fliege los. Im völligen Wahn darüber nicht schon wieder diese Verletzung, diese Gefühle erleben zu wollen. Nein mit aller Kraft sollen sie abgewendet werden.

Und so organisieren sich traumatisierte Menschen strukturell um ihre Traumata herum. Sie antizipieren, wähnen, projizieren ihr Trauma. Ihre größte Angst tritt dann in nahen Beziehungen auf, wenn die Beziehung massiv bedeutsam geworden ist und man sie auf keinen Fall verlieren will. Das ist der Schlüssel zur Traumaaktivierung.

Die gute Nachricht alles geht immer gleich aus. Wir spielen Phönix und stehen hundert mal wieder von den Toten auf.

Die schlechte ist, wir spielen Phönix und stehen hundert Mal wieder von den Toten auf.

Du bist im Trauma. So lange du im Trauma bist gibt es kein Entrinnen.

Wäre es nicht so dramatisch würde ich sagen: und täglich grüsst das Murmeltier.