Seelentexte

Deine Hände über mir

Und dann breitest du deine Hände über mir aus, wie eine sanfte Decke, aus fließender Seide. Dann bin ich geborgen, dann bin ich erfüllt. Von der reinen Existenz dieser Ruhe, dieser Zuflucht in dir, die sich mir bietet im Angesicht dieser Zeit. Breitest du deine schützenden Hände über mir aus, kann ich Kind-Sein in deinen Armen und hinein sinken in den stillen Raum meiner Selbst und ankommen da, wo sonst Groll, Angst und Wahnsinn tobt. Bereitest du deine Hände über mir, sind sie wie schützende Flügel, die mich tragen. In alle Welten begleiten, bis auf den höchsten Gipfel folgen und mich in den tiefsten Höhlen finden. Ich bin geschützt, beschützt und geborgen, breitest du deine Hände über mir.

Bist du da. Bin ich ewig.
DA.

Seelentexte

NICHTS!

Nichts kann uns trennen von der Liebe in uns selbst.

Nichts kann hin fortreißen unsere tief innewohnende Zuversicht,

Unser Vertrauen, in uns selbst und diese Welt.

Nichts vermag einen Graben zu ziehen,

Zwischen mir und dir!

Bist du auch noch so fremd,

Niemals dürfen wir es zulassen,

Hinausgeschleudert zu werden in die Dunkelheit.

In die Fremdheit und Verzweiflung.

Halten wir uns an den Händen und vertrauen!

Finden darüber hinweg über das, was Oberfläche,

Das was außen.

Das was nicht zählt!

Und niemals zählen wird!

Heilen wir im Inneren und sind zuversichtlich.

Schauen dem Licht entgegen,

Und erkennen uns,

In hellem Strahlen als vollkommene Wesen!

Die stets unangetastet sind!

Von Wahnsinn,

Spaltung,

Unwissenheit und Verirrung!

Die stets frei sind, immerdar im Angesicht der Zeit!

Und ist die Zeit auch düster und öd,

umfängt uns Dunkelheit immer mehr,

Machen wir den mutigen Schritt und unsere Herzen weit,

öffnen uns füreinander

und für das Leben.

Finden wir immer wieder zurück nach Hause.

In die heiligen Hallen unserer Selbst,

Unseres Seins.

Bleiben von Schrecken und tollkühnem Hass verschont,

Denn dann:

wenn die Welt tobt lehrt sie uns nur eins:

Zurück zu kehren zu uns selbst und uns nicht zu verlieren

Und nicht zu verzagen.

Bleiben wir im Licht.

Seelentexte

Wo ist mein Weg?

Viel zu oft verlieren wir unseren Weg, Beziehungsweise, wir wissen gar nicht wo der überhaupt ist. Wir laufen so fad und lustlos durch die Gegend, spulen unsere Routinen ab und haben im Grunde gar keine Ahnung warum wir genau das tun, was wir tun: nämlich das, was wir schon immer gemacht haben. Wir stehen morgens auf, gehen zu unserem halbwegs gut bis schlecht bezahlten Job, sind da minder bis mittelschwer genervt von Arbeitsbedingungen, Kollegen, dem Chef oder der viel zu hohen Papier-Ablage mit sinnlosem Aufgaben und fragen uns am Ende des Tages: Wofür habe ich diesen Tag eigentlich gelebt? Wofür bin ich aufgestanden? Nur um gelangweilt aus der Wäsche zu gucken, schnöde Aufgaben zu erledigen, die keinen Spaß machen, nach Hause zu kommen und an Mann und Kindern rum zu meckern.

Wir haben das Gefühl da ginge irgendwie noch mehr, da ist irgend etwas was uns im Innersten ruft, ein Wunsch oder eine Vision aber wir hören nicht hin. Wir laufen weiter in der Spur des alltäglichen Einerleis, brechen innerlich im Strahl und wiederholen unser Mantra:“ Muss ja, weil XYZ!“ In uns allen steckt im Grunde unseres Herzens ein Ruf. Ein tiefer Ruf nach Selbstverwirklichung, nach Authentizität und authentischem Leben. Und wie oft folgen wir dem nicht überhören ihn sogar, weil wir glauben, das ist irgendwie nicht gewollt. Oder das würde Erwartungen sprengen, wenn man nach jahrelanger Plackerei einfach den Job hinscheimßt und sagt: „NÖ! Ich mache jetzt was mir gefällt!“ Das ist hart, das ist ein sehr harter Weg dahin zu kommen das zu tun, das zu tun, was andere nicht tun. Es ist der härteste aber damit auch der erfolgsversprechendste Weg den man einschlagen kann. Denn, das was alle machen, nämlich still artig brav und fromm Vorgaben zu erfüllen, DAS KANN JEDER! Darin liegt keine Kunst und darin wird man auch immer nur Mittelmaß bleiben. Man sticht damit nicht heraus, denn man schwimmt mit und ist und bleibt schöne Verschiebemasse. Man findet sich ja auch mit allem immer ab. Man kann verschoben werden wohin es andere möchten. Der Chef kann einen versetzen, der Mann kann einen betrügen, die Kinder machen sowieso was sie wollen, aber wir können das oft gar nicht sehen, denn wir vergessen einen entscheidenden Faktor. Wir sind nicht auf unserem Weg, wir folgen nicht unserem innersten Pfad, unserer innersten Wahrheit und ich kann dir auch sagen warum nicht:

Wenn wir nicht wissen WER wir sind dann können wir auch nicht wissen, WO wir hin müssen und wo das Ziel sein soll. Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Wir gondeln nur deshalb ziel- und wahllos mehr schlecht als recht durch unser zufällig so gewähltes Leben weil Oma, Opa, Mutter oder Vater haben es auch so gemacht und wir glauben wir müssen das auch so machen. Wir kopieren gelangweilt und gehirnamputiert die Muster unserer Vorfahren und fragen uns warum wir nicht glücklich sind. Wir hatten eine Männer-verachtende Mutter und fragen uns warum wir selbst kein Vertrauen in einen Mann finden können. Oder wir kämpfen uns permanent ab überall die Beste zu sein und erkennen aber nicht, dass was uns im Innersten fehlt kein Erfolg ist, sondern Selbstliebe. Wir werden stumpf und gefühllos uns selbst gegenüber, wenn wir uns von unserer innersten Wahrheit abwenden. Dann verlaufen wir uns. Dann geben wir Sachzwängen den Vorschub, die gewinnen dann immer! Immer heißt es dann. „Aber das Geld!“ Oder es heißt dann: „was sollen die Leute sagen?“

Kennt ihr auch Menschen, die auf jede Lösung ein „Ja, Aber!“ erwidern? Genauso ist das dann. Weiß man nicht wer man ist, gibt es immer ein Aber. Eine Beschränkung. Derjenige der sich gefunden hat, kennt das nicht. Der ist bereit in den sauren Apfel zu beißen, wenn es um Entbehrungen geht. Wir sind dann in der Lage keine faulen Kompromisse mehr zu machen, sondern in Kauf zu nehmen, wenn unser Weg steinig und dornig ist. Dann wissen wir, dass das so richtig ist, denn wir haben es selbst so gewählt. Wir wurden nicht rein gezwungen durch niedere Umstände, durch unsere Glaubenssätze, alte Verträge, Altlasten, schlechtes Gewissen und so weiter. Dann gibt es kein Aber.

Ich selbst habe meinen damals sehr geliebten Job aufgegeben, weil ich spürte ich MUSS was anderes machen. Mein Weg führte mich weg von dem alten, meinem alten Beruf. Es gibt vieles was ich in mir kultivieren und hervorbringen, auf den Weg bringen will, etwas was es so vor mir noch nicht gegeben hat. Und das finde ich prima. Das erfüllt mich. Jeden Morgen aufzustehen und nicht zu wissen was passiert, was meine Aufgaben sind, denn ich muss sie mir selbst geben.

Nur wenn wir uns befreien von alten Vorstellungen, von alten Mustern und Ideen von uns selbst können wir ihn hören: den inneren Ruf aufzubrechen und das in uns zu finden, was die Welt bereichert. Denn jeder Mensch bereichert mit seinen Talenten und Fähigkeiten die Welt, da bin ich sicher. Aber viel zu wenige machen sich auf den Weg, um das rauszufinden, das in sich zu erwecken, was in keine Schablone passt. Das ist schade und so verwelkt das innewohnende Potenzial, es verkümmert, denn die Angst vor einem ungewissen Leben überschattet alle Motivation.

Aber es ist nie zu spät sich auf den Weg nach sich selbst zu machen! Niemals ist es zu spät neu anzufangen, jede Minute, jede Sekunde können wir uns entscheiden, ob wir unseren alten Mustern und Pfaden folgen und damit unerfüllt und traurig bleiben oder ob wir unser Leben und alles was es beinhaltet einer Prüfung unterziehen, ganz ungeschönt. Und Verantwortung dafür übernehmen. Denn es ist unsere tiefste Wesensnatur, dass was in uns ist zur Entfaltung zu bringen, ob wir wollen oder nicht. Viele kämpfen und sträuben sich und haben dadurch immer Druck und Stress. Das was im inneren raus will passt nicht mit dem hübschen adretten Leben im Außen überein. Aber aus einem Löwenzahn macht man nun mal keine Rose. Aber wenn der Löwenzahn permanent eingetrichtert bekommen hat er sei eine, dann ist das Drama vorprogrammiert und genau so leben die meisten Menschen. Sie wähnen sich im richtigen, weil ständig so bestätigten Leben. Aber im Innersten schreien sie verzweifelt, sie stauen eine Wut an die ihresgleichen sucht, denn da will was raus. Frei sein, befreit werden und erwachen. Und das geht nur wenn man sich der Frage widmet wer man im Innersten Kern ist. Was ist meine innerste Essenz? Darum gehts!

Wenn ich das weiß, wenn ich das fühlen kann, kann ich mich nie mehr verlaufen. Dann weiß ich wo der Weg ist. Denn ich habe meinen inneren Kompass immer dabei. Und der verlässt mich niemals.

Seelentexte

Fremdheit und Verirrung

Aus der Rubrik „Seelentexte“ auf EinzigHEARTig unARTig: Fremdheit und Verirrung

EinzigHEARTig unARTig - Der innere Seelenpfad

Der Mensch ist sich seiner selbst so fremd, dass er unvollendet und irrend herumwandert zwischen den Welten des Lebens. Er ist weder diesseits noch jenseits zu verorten, denn sein Geist ist ungeheilt und unganz, rein verkopft und auf das reine Denken und rationale, kalte Intelligenz beschränkt. Es gibt hier im Sein keine Wurzel zu Mutter Erde, von Substanz, innerem Halt, liebevoller Fürsorge und Heimat in sich und der Welt, die sich auch in Fürsorge und Ökologie ausdrückt. Wurzeln im Sein lassen Früchte und Fähigkeiten hervorbringen die zur Umsicht und Liebe aller Mitgeschöpfe fähig ist. Ein in sich ruhen und in der Welt sein als Heimat. Ein sicher fühlen und tief Vertrauen in diese Ur-Mutter, fehlt.

Ein abgeschnittener Kopf ist wirr. Er ist des Verstehens nicht willens, denn verstehen meint erkennen des Wesentlichen. Des Wesens des Lebens. Er kann es nicht denn Vater Himmel wurde vom Thron gestoßen und für lächerlich…

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Seelentexte

Nach Hause

Lass mich nach Hause kommen, 
da, wo ich geborgen bin. 
Lass mich zurückkommen,
dahin, wo ich willkommen bin. 
Lass mich zurückkommen, in das Land meiner Seele. 
Lass mich finden den Weg aus meiner Einsamkeit, 
zurück in Liebe und Lebendigkeit. 
Lass mich. 
Finden. 
Das, was ich selbst bin und lass mich erinnern, 
in dunklen Zeiten, 
wer ich bin.
Lass mich ruhen in den Händen des Friedens.
Lass mich ausruhen von Hast und Jagd. 
Lass mich fließen wie das Wasser, 
weich und stark durch die Zeiten. 
Und anhalten an den Ufern und mich nähren, 
an der Weite der Wiesen und Bäume. 
Lass mich. 
Zurückfinden. 
In Mutter Erdes Schoß. 
Da, wo mein Ursprung und da, wo ich zu Hause bin.  

Sultanine auf Telegram

Seelentexte

Der einzige Ort

„Wenn die Zukunft voller Grauen

und die Vergangenheit voller Bedauern ist

wo sonst als in der Gegenwart kannst du dann Zuflucht nehmen?

Wenn wilde Strudel quälender Gedanken

die schützenden Dämme deiner Vernunft überfluten

ist die Gegenwart das stille Zentrum, in dem du ruhen kannst.

Und nach und nach lösen sich

in diesem Ruhen alle nagenden Gedanken und Ängste auf

wie ein Schatten, der in der Mittagssonne schwindet

bis du keine Zuflucht mehr brauchst.

Die Gegenwart ist der einzige Ort

der frei von Schmerzen ist, die den Gedanken entspringen.

Die Gegenwart ist der einzige Ort.“

AUS:

Steve Taylor: STILLE – Inspirationen für inneren Frieden und Freude. Eckhart Tolle Edition, 2. Auflage, 2017.