Seelenweg und Spiritualität

Die schlimmsten Erfahrungen, sind die besten Lehrmeister

Gestern schrieb ich davon, dass das Universum unser Lehrmeister ist, dem Sinne, dass es uns stets das richtige Feedback gibt über unsere Entwicklung, unseren Weg. Heute möchte ich das noch näher ausführen, denn ich finde es sehr inspirierend momentan was so geschieht. Ich mache momentan die Erfahrung, dass ich konkret erkennen kann in meinem Gegenüber wer ich als Mensch eigentlich bin. Es ist eine sehr interessante und sehr bahnbrechende Erkenntnis. Ich weiß, dass alle die halbwegs offen sind und einen wachen klaren Geist mitbringen oder auch in der Lage sind über den Tellerrand hinaus zu schauen, wissen, dass unsere Beziehungen unsere besten Spiegel sind. Ich habe das auch immer bejaht und dem zugestimmt. In der Tiefe aber zu verstehen was das konkret heißt, weiß man erst, wenn man diese Tiefe erfährt. Es ist ein Erfahrungsprozess der uns hinbringt wo wir hin sollen, man kann es sich nicht anlesen oder anlernen. Ich erfahre momentan, dass mir Menschen die mir sehr nahe stehen etwas ganz Wichtiges über mich selbst erzählen können, indem sie mir durch ihr Verhalten etwas zeigen. Sie zeigen mir durch ihr Verhalten wo mein tiefster Schmerz, meine tiefsten Verletzungen sind.

Menschen sind einfach wunderbar fehlerhaft und facettenreich. Und im Kontakt mit ihnen ist es normal unsere Erwartungen und Wünsche auf sie zu richten. Ganz natürlich ist das in Liebesbeziehungen, aber auch in Freundschaften ist das der Fall. Wir wollen etwas vom anderen HABEN. Eine Beziehung ohne Erwartungen, ohne diese Projektion von Wünschen ist keine. Denn die Wünsche und Bedürfnisse sind der Kleber, der uns dazu antreibt eben diesen einen Menschen für uns auszuwählen, bzw. der uns vom Universum dann für diese eine besondere Aufgabe dahin gestellt wird. Am heftigsten ist das wenn wir uns verlieben, wenn wir lieben oder wenn wir leidenschaftlich verbunden sind. Dann können wir das kaum mehr steuern und sind diesem Prozess des Liebens oder des Verlangens hilflos ausgeliefert. Wir wünschen, sehnen, meinen zu brauchen für uns. Das ist normal, gut und richtig. So funktioniert das mit den Menschen. Und wäre es nicht alles so unwiederbringlich heftig und intensiv, wäre die Menschheit längst ausgestorben. Das Feuer in uns, die Lust und Leidenschaft sind der Grund Nummer eins dafür, warum wir als Menschheit überhaupt existieren. Wir können uns dem nicht erwehren. Es ist ganz schwer, einmal gekostet und im Reich wo Milch und Honig fließt davon weg zu bleiben. Deshalb binden wir uns ja auch, wir wollen dieses Paradies mit diesem Menschen BEHALTEN und pflegen. Alles was unsere Seele nährt treibt uns an, es uns zu holen bei anderen Menschen.

Alles im Leben ist aber der stetigen Veränderung und Wandlung (Sanskrit Parinama) unterworfen. So wandeln sich nicht nur physische Zustände oder Jahreszeiten, sondern auch Menschen wandeln sich ständig. Sie verändern sich, sind gleich nicht mehr dieselben wie gerade. Und genauso wie sich Menschen ständig verändern und alles in ihnen sich wandelt, sind Beziehungen ebenfalls der Veränderung unterworfen. Beziehungen zwischen Menschen spielen sich immer zwischen festen Bedürfnis-Polen ab, die individuell unterschiedlich ausgeprägt sind. Aber es sind zum Beispiel immer die Pole der Bedürfnisse zwischen Autonomie / Freiheit und Selbstbestimmung und dem Bedürfnis nach Sicherheit / Bindung und auch Verschmelzung mit dem Gegenüber. Das sind zum Beispiel nur zwei Pole innerhalb dessen sich das Beziehungsfeld spannt. Was geschieht, wenn wir die Veränderungen aber nicht wollen, wenn wir im Innersten ablehnen wie der andere gerade ist. Warum lösen gewisse Verhaltensweisen in uns selbst einen extremen Schmerz aus und warum in Gottes Namen suchen wir uns permanent solche Erfahrungen? Warum suchen manche von uns schädliche Beziehungen auf, lassen sich demütigen , belügen und betrügen, vielleicht sogar körperlich misshandeln von anderen Menschen? Das ist jetzt das Extrem auf die Spitze getrieben.

Und genau das ist mir nun ein Stück klarer geworden. Man kann das nun auf vielerlei Arten und Konzepten herausstellen, aber Fakt ist nun einmal, dass alles womit wir als Menschen in Resonanz gehen unmittelbar etwas mit uns selbst zu tun hat. Das ist deshalb so wichtig, weil wir die Opfer-Rolle damit aufgeben und sehen können, was wir selbst damit eigentlich zu tun haben, das wir selbst verantwortlich sind dafür, fühlen wir uns abgelehnt, nicht gewollt, fallen gelassen oder ungeliebt.

Ich selbst fühle mich in solchen Momenten vom Universum etwas verarscht, weil ich denke: Na schöne Scheiße. Wieso verdammich noch eins passiert mir das jetzt SCHON WIEDER?! Aber das Universum ist ja unser Lehrmeister und kein Arschloch, auch wenn es manchmal erbarmungslos Ungenießbares das auf den Tisch bringt. Nein, das Universum meint es von Herzen gut mit uns. Da ist so viel Liebe darin, diese beschissenen Erfahrungen geschenkt zu bekommen, dass ich mich selbst etwas für meschugge halte gerade. Was soll das mit Liebe zu tun haben, wenn man laufend vom Schicksal eins auf die Fresse bekommt? Ganz ganz viel sogar. Denn wenn die Faust des Schicksals schwingt, wenn wir wieder einmal scheitern mit einem Weg, einem Vorhaben oder gar mit einem Menschen und enttäuscht und verletzt werden, dann schenkt uns das Universum einen wunderbaren Spiegel der uns zeigt WO WIR STEHEN. Er zeigt uns was und wo unsere tiefsten Glaubenssätze sind zum Beispiel nehmen wir vielleicht im innersten unbewusst an, dass wir es nicht verdient haben, das große Los gezogen zu haben, den großen Erfolg im Job usw. und das bekommen wir dann zum Beispiel durch Misserfolg gezeigt.

Wir kriegen das was wir „bestellen“. Das heißt, wovon wir innerlich ausgehen! Bestellen wir aufgrund unserer Biografie „ich bin ungeliebt und verlassen“ machen wir die Erfahrung immer wieder in Beziehung ungeliebt und verlassen zu sein! Ich will es noch eine Ebene tiefer beschreiben. Wenn wir Schmerzen erleiden, weil das Außen so und nicht so und so reagiert, kriegen wir einfach gespiegelt woher das kommt, dass uns das trifft, dass es uns enttäuscht, das wir das nicht so wollen. Wir kriegen gezeigt WER WIR JETZT GERADE SIND! Mit allem Ballast und all der Scheiße im Rucksack und diese Scheiße zeigt sich genau in dem Moment. Toll, oder?

Man könnte ja meinen das man total bekloppt ist, geil auf Leiden oder voll einen ander Klatsche hat, wenn man ständig dasselbe wiederholt was einem weh tut. Aber so ist es nicht! Man darf, muss und soll ständig mit seinen Schmerz-Themen Karussell fahren. Warum? ganz einfach: Um es sich anzuschauen. Um das zu integrieren, was an Empfindungen nicht integriert worden ist, kurzum: um zu heilen. Deshalb meinen wir immer wir stecken fest. Aber das tun wir nicht. Wir müssen ein Schreckensszenario hunderttausendmal angucken, erfahren darin herum tauschen innerlich und begreifen, um es mit Liebe nach Hause zu tragen. Um es in Liebe in uns zu verankern und ja dazu zu sagen. Und uns selbst mit dem größten Mitgefühl gegenüber treten zu können, denn das Universum, Gott persönlich liebt uns so sehr, dass wir diese Erfahrungen geschenkt bekommen, um uns selbst zu ERLÖSEN vom Schatten unserer Vergangenheit. Von all dem Drama und der tiefen inneren Verzweiflung. Um zu heilen. Deshalb ist das alles so. Das bedeutet, das Spiegelgesetz. Es ist kein schnödes: So wie es in den Wald hineinruft usw. Es ist ein Geschenk Gottes oder des Universums, um uns ganz und heil werden zu lassen. Um uns selbst zu erkennen. Um zu verstehen, warum wir so sind wie wir sind und um uns selbst voller Liebe in die Arme zu schließen wie der gute Hirte das verlorene Schaf. Ich bin der Meinung dieses Gleichnis erzählt die Geschichte von uns und unseren verloren geglaubten Anteilen, die wir schmerzlich wiederfinden und lieben lernen müssen.

Und warum das ganze Theater? Was soll das dann? Na ja, um zu wachsen. Wachstum tut immer weh, ist immer scheiße, macht überhaupt keinen Spaß und ist mühsam wie sau. Der Löwenzahn quält sich durch die Asphalt-Decke und wir müssen uns mit unseren inneren Widerständen und Schattenseiten aussöhnen, um weiter zu wachsen und uns zu entfalten. Alles will Entfaltung und Ausdehnung, so auch unsere Seele. Und damit das so sein kann, kriegen wir immer genau die passenden Menschen und Erfahrungen vor die Nase gesetzt. Und darüber können wir uns freuen. Das Leben meint es immer gut mit uns.

Om namah shivaya

Om Shanti

Amen

Frieden

Seelenweg und Spiritualität

Das Universum – unser Lehrmeister

Das Universum zeigt uns zu jeder Zeit wo wir stehen in der menschlichen Entwicklung. Es zeigt uns unmittelbar durch seine Wirkweisen und Zusammenhänge auf, was uns gerade bewegt. Denn das was geschieht ist die Wirkung einer Ursache, unserer Gedanken und Wünsche. Meistens sind es eben diese oder unsere Begierden, die sehr schnell dazu führen, dass wir eine Art Feedback bekommen vom Großen Ganzen. Das Universum und seine Gesetze, zeigen uns dann sehr deutlich durch Enttäuschungen oder Wut und Schmerz auf, was wir erhofften und was wir meinen für uns zu brauchen. Immer dann wenn eine Hoffnung zerfällt, immer dann wenn wir wutentbrannt oder erzürnt sind, können wir diese Empfindung nutzen, um der Ursache-Wirkungs-Kette auf den Grund zu gehen. Wütend werden wir nur, wenn wir etwas nicht bekommen. Nämlich das was man unbedingt möchte. Am stärksten ist diese Empfindung, wenn es sich um leidenschaftliche Wünsche handelt. Der Wunsch an sich ist immer leidenschaftlich, das heißt mit einer unruhigen Energie aufgeladen. Der Wunsch treibt unser Handeln an, steuert, dass wir die Welt manipulieren dahingehend, unseren Wunsch zu erfüllen. Häufig spiegeln Menschen uns das, gerade dann, wenn wir von ihnen nicht das bekommen was wir wollen.

Dann reagieren wir mit Enttäuschung, Frustration oder Wut. Wir haben einen Wunsch projiziert. Die Welt ist an sich neutral. Erst der menschliche Geist macht die Welt negativ oder positiv. Die Dinge geschehen wie sie geschehen, alles hat eine Natur bzw. ein Wesen. Das Wesen der Dinge ist wie sie ist. Und unser menschliches Leben besteht darin das Wesen der Dinge verändern zu wollen, weil wir es so WOLLEN. Weil wir es eben anders WOLLEN. Und wir gehen dahin und meinen, es wäre aber so und so richtig und nicht so, wie es gerade ist. Das ist der Grund für all das Leiden. Schmerz ist etwas anderes als Leiden. Schmerz ist eine tiefe Erfahrung des Menschen, die uns zum Menschen macht. Schmerz unterscheidet sich aber grundlegend vom Leid. Leid bedeutet einen dauerhaften Zustand. Schmerz tritt punktuell auf in zeitlichem Zusammenhang mit der äußeren Erscheinung der Welt im subjektiven Bewusstsein. Dann tritt der Schmerz aus dem subjektiven Schmerzkörper auf. Oft räsoniert er auch mit Leid oder dem Schmerz anderer Menschen. Dann spricht man auch davon dass er sich auflädt, um sich selbst zu erhalten. Der Schmerzkörper gehört zum Ego-Gebäude der Psyche, Ego-Konstruktionen wollen sich immer selbst erhalten und im Schmerz baden und das ist dann Leiden.

Wir können also zu jeder Zeit erkennen, wer wir sind in Wahrheit und wer wir nicht sind. Wir sind nicht unsere Wünsche, Begierden, Träume und Hoffnungen. Wir sind das Bewusstseinsfeld in dem all das auftaucht. Und das ist keine Form, wir oder unsere Essenz sind im Grund eigentlich formlos. Doch wir Menschen sind in diese Welt – diese Form inkarniert, um genau die Erfahrung zu machen: Wie schmeckt das, wenn ich in den Wunsch reinbeiße? Wie ist das, wenn ich diese menschliche Erfahrung mache? Meistens ärgern wir uns und denken: Scheiße, das hätte ich mir sparen können! Nein, wir können es uns ja nur bedingt aussuchen. Denn die Seele allein bestimmt wie oft und wie lange wir manches erfahren müssen, um da anzukommen wo wir hin sollen. Nämlich im Erkennen von Wahrheit und Unwahrheit. Von der Unterscheidung von Licht und Schatten. In dem Verlassen der Dunkelheit des Nicht-Wissens in das Licht des Wissens. So lange wir Menschen uns mit unseren Wünschen und Bedürfnissen identifizieren, das heißt uns darüber definieren, ein Selbst-Gefühl daraus ziehen, werden wir die Erfahrung von Leid machen. Das ist so normal wie der Himmel blau ist, das ist das Wesen der Form. Das Wesen aller Formen ist Begrenzung und Polarität. Der menschliche Geist und seine Wünsche sind unendlich, was uns einen Einblick in die Quelle der Unendlichkeit des Bewusstseins gibt. Wäre der Geist nicht an unser höheres Selbst – unser höheres Bewusstsein angeschlossen, würde unser Geist nicht laufend solche Blüten treiben.

Und das meine ich damit. Wir können eigentlich ziemlich schnell erkennen wo wir stehen und wann wir auf dem Holzweg sind. Nämlich dann wenn die Dinge nicht so laufen wie wir wollen. Wenn wir frustriert und ärgerlich sind darüber. Dann können wir feststellen: Aha! Da hat sich mein Verstand / Geist wieder einmal mit dem eigentlichen, nämlich meinem höheren Selbst verwechselt. Und das ist total in Ordnung und normal. Das sind eben die spirituellen Leitplanken auf die wir unbedingt achten müssen, um uns zu entwickeln. Wir dürfen und müssen uns verirren und diese Welt der Formen (auch geistige Formen wie Gedanken gehören dazu), um zu verstehen und immer tiefer zu vertrauen, in das was wir wirklich sind.

Unser höheres Selbst ist stets frei von jeder Bewertung und jeder Polarität. Es ist Frieden. Egal was in der Welt gerade geschieht. Und diesen Weg, von diesem Theater und dieser Enge als Mensch in die Unendlichkeit und Weite und den Frieden des allgegenwärtigen immer präsenten EINEN ist unser aller Aufgabe.

Das Universum beschützt uns dabei. Weil es uns IMMER das richtige Feedback gibt darüber, wo unser Bewusstsein gerade unterwegs ist. Ob es sich verhaftet und verirrt in der Unwahrheit oder ob es frei und friedlich in sich selbst ruht. Na ja, wir sind ja alle nicht Buddha. Aber so ein bisschen wisst ihr was ich mein, oder? Wenn Harmonie da ist, Freude und Leichtigkeit sind wir immer auf dem richtigen Pfad.

Om Shanti.

Frieden.

Denkfabrik · Seelenweg und Spiritualität

Das Böse Nutzen? Wie jetzt?!

Eine sehr schöne und inspirierende Sichtweise, wie ich finde, die Harmonie hineinbringt in all das Grübeln über das Große Ganze, warum und wieso und Fuchs du hast die Gans gestohlen.

Schaut es euch an. Vielleicht hat ja doch alles seinen Sinn in der großen Ordnung – aber natürlich hat sie das, wir können uns entspannen und locker bleiben. Doch manchmal ist das gar nicht so leicht, nicht wahr? Wie auch, bei all den Dramen die sich derzeit abzuspielen scheinen.

Ab Minute 30 geht es los, vorher ist Meditation.

Seelenweg und Spiritualität

Berührt – wie Hingabe aufleben lässt: „Mit Worten lässt sich vieles sagen. Aber da, wo aufrichtige Berührung stattfindet, ist Liebe mehr als nur …

Berührt – wie Hingabe aufleben lässt Es ist eine berührungsarme Zeit, in der wir leben, zumindest außer Haus. Abstandsregelungen und Maskenpflicht …

Berührt – wie Hingabe aufleben lässt: „Mit Worten lässt sich vieles sagen. Aber da, wo aufrichtige Berührung stattfindet, ist Liebe mehr als nur …
Seelenweg und Spiritualität

Überzeugungen …

🌟Frieden ist der einzige Weg 🌟

Wir können Menschen niemals überzeugen von etwas das sie selbst so innerlich nicht erleben. Es bedarf auch keiner Fakten dazu.

Wen Fakten nicht erreichen (sollen) – den erreichen sie nicht. Genau das soll so sein.

Jeder geht mit dem in Resonanz was für seine persönliche Entwicklung wichtig ist – Aufklärung ist gut – aber die eigene Wahrnehmung bestimmt ‼️immer‼️ was wir wie aufnehmen – verarbeiten und bewerten.

Es sind nicht irgendwelche Zahlen, Daten und Fakten, die uns umdenken lassen. Es sind die inneren Prozesse des Erlebens und Erkennens. Keine Äußeren. Es sind innere Prozesse die dazu führen, dass man etwas hinterfragt …und etwas wacher rein guckt in die Welt … mit gewissen Fragen innerlich in Resonanz geht, Widersprüche erkennt und zu fragen beginnt.

Deshalb kann man niemanden überzeugen von der eigenen Sicht.

Es geht nicht!!

Das lässt das Leben nicht zu! Wie klug das Leben doch ist!

Wenn es (noch) nicht dran ist gewisse Zusammenhänge zu erkennen, ist es nicht dran – dann ist was anderes dran, was individuell für den Menschen wichtig ist und in seinem Inneren Plan vorgesehen ist. Und das ist richtig so!

In Frieden.

Ein jeder erkennt das für ihn Richtige! Ein jeder hat genau die Einsichten, die für ihn grad zum jetzigen Zeit richtig sind! Deshalb darf jede einzelne Wahrheit nebeneinander stehen bleiben.

Auf Erden sind alle Wahrheiten relativ. Nur im Höchsten und Absoluten erfahren wir Einheit und das Ende aller Spaltungen.

In Frieden.

🙏🏻🌟💞

Seelenweg und Spiritualität · [BUCHSTABENLIEBE]❤️

Wenn das Leben … so richtig scheiße läuft

Uns einen verdammt harten Tag, einen verdammt harten Monat, oder gar Jahre beschert, die einfach schlecht laufen… 

Uns das Leben Menschen hinsetzt, die uns an unsere Grenzen bringen, oder Situationen auftauchen, die uns verzweifeln lassen… 

Wenn wir Verluste erleben, Enttäuschungen und Schmerz erfahren, weil wir uns so vieles anders dachten, als es doch gekommen ist und traurig und entrüstet darüber sind …

Wenn der beste Freund dir die Freundin wegschnappt, deine Frau abhaut, deine Bank insolvent ist, du arbeitslos wirst …  und ich rede hier von unseren westlichen Problemen, abgesehen von den existenziellen Nöten, wie Hunger, Krieg und Vertreibung weltweit, die ich in keinster Weise relativieren oder vergessen möchte! 

Wenn deine Eltern Arschlöcher waren …

Und ja verdammt! 

Es braucht viel Mut das überhaupt festzustellen, es braucht so viel Selbstachtung dir überhaupt einmal einzugestehen, was dir in deinem Leben wiederfahren ist an Pein! 

Wenn dich deine Mitschüler oder Geschwister verhöhnten, oder dein Chef dir jeden Tag das Leben schwer macht…

Wenn du Enttäuschungen bei Menschen erlebst die du liebst, oder wenn das Jahr 2020 zum Verrücktwerden war für dich, denn das war es auch für mich … 

Wenn es mal einen Punkt in deinem Leben gibt wo du der Irrenanstalt gefühlt näher bist, als der Normalität und sich diese Grenzen verwischen, weil du spürst, dass da einfach alles anders ist in dir, als du es beigebracht bekommen hast … 

Und du wirklich irre wirst an den Widersprüchen dieser Welt, am Menschsein und der puren Existenz, und du nicht bloß müde zuckend mit den Schultern danebenstehst, nein! 

Du bist betroffen, es nimmt dich in der Tiefe mit, es berührt dich und du hast die verdammte Wahl wegzulaufen, wegzuschauen davor und tust es nicht, du stellst dich dem Irrsinn dieser Welt, klagst deine Vergangenheit, diene Biografie oder Gott selbst an  … dann…

Freu dich! 

Nein ernsthaft! 

Freu dich. 

Denn du bekommst die einmalige Chance etwas zu tun, was keiner Seele zu Teil wird, die nicht in einen physischen Körper geboren wird: 

Zu wachsen! 

Jede Scheiß-Situation, jede harte Enttäuschung, jeder Schmerz, macht dich stark! 

Ich weiß das sagt sich so leicht, die hat ja gut reden mit ihrem Geschreibe da, sagt man sich hängt man wirklich tief in der Misere drin. Ja!

Ich schreibe und sage das aus tiefem Mitgefühl heraus für alle Menschen die leidend sind. Mit Nichten möchte ich das Leid wegwischen oder relativieren. Im Gegenteil. 

Ich möchte Hoffnung geben und Zuversicht, dass diese Scheiße sich lohnt. Dass es was bringt. Dass es nicht sinnlos ist, dass wir als Menschen leiden! 

Alles kommt in unser Leben nur aus einem einzigen Grund. Um unser Potenzial zu entfalten, um uns herauszufordern, uns zum Wachstum zu bringen. Um uns tiefer und damit menschlicher werden zu lassen. Jeder Tiefpunkt, jede Trauer ist dazu da, um transformiert, umgewandelt zu werden. Die Idee des Lebens ist nicht uns sinnlos leiden zu lassen. Die Idee des Lebens könnte sein (und ich finde die Idee wirklich tröstlich), unsere seelischen Wunden zu heilen, die uns allen zu teil wurden, als wir aus der Einheit fielen als auf diese Welt kamen. Um in uns uns hineinzuwachsen und das zu entfalten was sich (Selbst-) Liebe nennt. 

Diese bedingungslose Liebe zu dir selbst, zum Leben und zur göttlichen Essenz in dir und in allem zu sehen und zu entfalten. 

Deshalb. 

Einzig und allein aus diesem Grund gibt es Leid. Damit wir die Erfahrung von Mangel und Schmerz machen und den Willen spüren uns davon zu befreien. Und die Befreiung führt uns immer in die Tiefe unseres Wesens. Befreiung hat so wenig mit den äußeren Umständen zu tun. Das Äußere zieht nach, wenn du dich selbst veränderst. Das Leid ist da, um uns in Kontakt mit unserer Sehnsucht nach Freiheit und Einheit zu bringen. Um uns verloren Söhne auf den Weg nach Hause zu holen, in die Einheit, in die Liebe, zu Gott. 

Es ist der Antrieb für all das was passiert, genau wie unsere Wünsche. Zu spüren: Ich will Freiheit. 

Deshalb hier mein Tipp: 

Weine, lache und wüte mit allem was du hast immer voll und ganz. Gebe alles was ist ganz hinein, verstecke nichts und lebe alles was da in dir ist. Fühle alles was zwischen dir und dieser Befreiung steht. Mache das ehrlich. Aufrichtig und mutig, stell dich dem Leben. Es hat uns so viel zu sagen. 

Lasst uns in jeder dunklen Minute daran denken, dass das Leben es gut mit uns meint, auch wenn es nicht so aussieht. Wir können niemals im Vorfeld wissen, was die Dinge letztendlich bedeuten. Gott gibt uns ständig Aufgaben, damit wir wachsen, damit wir zu Einsichten und Erkenntnissen kommen. Und deshalb brauchen wir diese harten Lektionen, diese Schule des Lebens. Unsere Seelenmusklen wachsen nicht von allein, sie müssen immer wieder trainiert werden, so wie das Vertrauen darin, dass sie tragen. Vertrauen entsteht nur durch die Erfahrung, dass es was gibt was trägt was größer ist als wir selbst und dazu müssen wir diese Erfahrung des Leids machen. Wir lernen dies nicht von allein. Wir müssen üben. Und den Willen dazu entwickeln das zu wollen. Den Willen entwickeln frei sein zu wollen, Selbstliebe leben zu wollen, weiter in uns hineinwachsen zu wollen! 

Unseren Willen schließlich mit dem Willen des Lebens in Einklang zu bringen. Das müssen wir wollen. Das stetige Ja zu den Dingen braucht unermüdliche Impulse, die uns das Leben jeden Tag liefert. Den Willen zum Wachstum zu spüren ist deine „aus-dem-seelischen Gefängnis-Frei-Karte“! 

Denn es ist doch so: 

Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht! (Rosa Luxemburg)

Seelentexte und Inspiration auf Telegram

Seelenweg und Spiritualität · [HERZMELODIE]

Von guten Mächten treu und still umgeben

Der Text von Dietrich Bonhoeffer (lutherischer Theologe und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime) bewegt mich dieser Tage sehr. Ich möchte es einfach mit euch teilen. Es begleitet mich immer wieder in meinem Leben, findet mich zu passenden Momenten, erinnert und trägt mich damit durch schwierige Zeiten. Ich hoffe damit Hoffnung und Trost teilen zu können. Bleiben wir in dem wunderbaren Glauben an den lebendigen Gott, der uns immer in seinen Händen hält, egal was passiert. Sind wir doch zu jedem Augenblick „von guten Mächten wunderbar geborgen“. Gerade zum nahenden Weihnachtsfest und dem Jahresende eine wunderschöne Losung.

Achtsamkeit und Selbstliebe · Seelenweg und Spiritualität · [BUCHSTABENLIEBE]❤️

Das Licht in dir

Als Kind warst du ihnen zu laut

Als Kind warst du ihnen zu leise

Als Kind warst du ihnen zu tollpatschig,

oder zu trampelig.

Als Kind warst du ihnen zu wild.

Als Kind warst du ihnen zu träumerisch,

als Kind warst du ihnen zu besserwisserisch.

Dann warst du zu dick oder zu dünn.

Zu klein oder zu groß.

Zu normal oder zu unnormal.

Zu schlau oder zu dumm.

Als Kind warst du immer irgendetwas zu viel

Oder zu wenig.

Es war irgendwie immer nicht richtig.

Das musste doch so, denn das sagten sie über dich.

Über uns.

Über uns alle.

Und dann irgendwann?

Versteckte es sich.

Das Licht in dir.

Denn es wurde für unwürdig erklärt,

für nicht sehenswert.

Und so schrumpften wir es.

Hielten es klein.

Wie eine winzige Funzel.

Jahrelang lebten wir mit der Annahme im Dunkel zu sein.
Jahrzehntelang suchten wir danach,

nach dem verlorenen Licht, was aber gar nicht verloren war.
Sondern bloß versteckt.

Bloß verdeckt.

Bloß verborgen!

Bis es irgendwann mühsam wiedergefunden wurde.

Stück für Stück.

Dann erkannten wir, dass:

Deine Unsicherheit bloß Zurückhaltung und Weitsicht maskierte.

Deine Wildheit bloß dein Temperament und deine Stärke ist.

Dass deine Träumereien in Wahrheit Kreativität und Schöpfung bedeuten.

Dass Besserwisserei einfach nur vielschichtiges Wissen deiner Selbst ist.

Dass es nie ein zu laut oder zu leise gab.

Dass es immer nur dich in voller Fülle gab.

Und dass du ein einzigartiges Wesen bist,

was aus Sternen geboren,

und alles Licht der Welt von Anfang an in sich trug!

Schüchternheit maskiert oft taktvolle Zurückhaltung und Vorsicht.

Und eine quirlige und flippige, laute Art  maskiert Lebensfreude und Energie .

Nie ist etwas falsch in dir gewesen!
Wie sollte das auch sein können,

warst du stets so wie dich das Universum, das Licht und Gott gedacht hatten.

Aus Sternenstaub geboren zu sein bedeutet, aus diesem Licht gekommen zu sein.

Und zu diesem Licht zurück zu gehen.

Es bedeutet, die mannigfache Manifestation göttlichen Seins in jeder Faser.

Wisse das.

Und du wirst nie wieder in leidvoller Trennung sein.

In der traurigen Annahme, in Dunkelheit und von Licht getrennt zu sein.

Denn so ist es nicht!

Du warst niemals falsch!

Du bist ein Geschenk für die Welt.

Du bist einzigartig und unersetzbar.

Du bist ein Funken im Auge Gottes.

Oder ein Tropfen im Ozean der Schöpfung,

der gleichzeitig das Meer ist.

In dir ist ALL-ES.

Und NICHTS.

Denn mit Nichts fängst ALL-ES an!

Von Anfang an.

Es war nie weg, es war nie falsch.

Es gibt kein Dunkel.

Nur Unwissenheit um das Licht in dir.

Denn du warst immer schon richtig.

Denn du bist das Leben selbst.

Und das Leben irrt sich nie!

Lichtvolles in Wortform und auch manchmal als Audio zum Anhören auf Telegram