[BUCHSTABENLIEBE]❤️

Mein Herz

Mein Herz.

Schlägt für dich.

Mein Herz schlug für dich.

Auch in tausend vergangenen Leben.

In tausend anderen Gestalten.

In abertausenden Nächten.

Rief ich immerzu nur deinen Namen.

Du bist so nah.

So dicht.

Bei mir.

Und doch bist du nicht hier.

Wie kann der Mensch was trennen, was nicht zu trennen ist?

Über tausende von Leben gelang das nicht.

Und dennoch.

Du bist mir der unerbittlichste Spiegel.

Du zeigst mir meine Wunden und ich dir deine.

Oh wie sehr hassen wir uns dafür?

Oder Lieben uns dafür?

Wir zeigen uns, was möglich ist, aber auch alle Abgründe in uns.

Oh wie sehr zerspringen wir am Leid.

Jedes Mal aufs Neue.

In jedem Leben.

Müssen wir uns trennen.

Bis ich lerne mich selbst zu lieben.

Und dich zu lassen.

Bis du lernst Liebe zuzulassen.

Bis jeder begreift, das was er beweint, beleidet, betrauert und erträgt,

erst innerlich geheilt werden muss.

Bei uns selbst.

Bis wir allein gewachsen sind in das was möglich ist.

Dann erst werden wir wieder zueinander finden.

Ich sehe dich dann.

Vielleicht auch erst im nächsten Leben.

Deshalb, Tschüss, mein Herz.

Pass auf dich auf.

Ich Trag dich bei mir.

Bis ich dich loslassen und dich wiederfinden kann.

Irgendwann.

In einem anderen Leben.

Kein Text über Liebe

Buchstabenliebe…

So viele Worte und bekennende Buchstaben verschwendend. Durcheinander gewürfelt über Papiere, Bildschirme und in Musik versteckt. Über und über läuft die Sammlung nie versiegender Zeichen. Über und über.
Ich will so viel sagen, so viel beschreiben. Doch es gelingt mir nicht. Es bleibt immer nur ein kläglicher Versuch ein wunderbar, liebliches Phänomen zu umzeichnen. Wieso reden wir, wenn Worte uns nicht helfen können? Wieso schreiben wir, wenn sie im zeitlosen Raum verhallen und Quell aller Missverständnisse sind?

Wir verschwenden Buchstaben ohne uns zu kennen, ohne uns zu berühren. Oder doch? Vielleicht ja. Vielleicht berühren unsere Worte unsere Seelen. Vielleicht lieben und küssen wir mit den Augen? Vielleicht treffen wir uns hier in einer anderen Welt, in der wir den Buchstaben am liebsten den Rücken kehren würden, um das Schweigen zu beginnen. Und uns bei den Händen zu halten, auch nur in Gedanken. Wie in einem anderen Leben.

Ps.: Bald erscheint mein neues Buch „Kein Text über Liebe – Über Liebe und andere Grausamkeiten“

Kein Text über Liebe

Die größte aller Lügen

Ich will dich nie wieder sehen

Ich vermisse dich nicht

Ich denke nicht an dich

Ich vermisse dein Lachen nicht

Ich fühle mich dir nicht mehr nah

Ich sehne mich nicht nach dir

Ich brauche das alles nicht

Ich will das alles nicht mehr

Ich weiß nicht, wie es weiter geht

Ich will, dass du mich in Ruhe lässt

Ich will dich nie wieder sehen

Ich wünschte, ich wäre dir nie begegnet

Ich weine dir keine Träne nach

Ich bin total glücklich so

Ohne dich ist alles einfacher

Ohne dich geht es mir total gut

Ich will, dass du mich nie wieder anrufst

Ich vermisse unsere Gespräche nicht

Ich vermisse deine Nähe nicht

Ich habe dir nichts mehr zu sagen

Ich will, dass du für immer verschwindest

Ich will, dass das endlich alles aufhört

Ich wünschte, wir wären auf getrennten Planeten

Ich will dich nie mehr wieder sehen

Ich hasse dich

Ich hasse dich

Ich hasse dich

Du lässt mich völlig kalt

Du bist mir komplett egal

Verschwinde endlich

Hau endlich ab!

Und die Größte:

Ich.

Liebe.

Dich.

Nicht.  

Kein Text über Liebe

SeelenAtmen

Und nie …
Gehst du so ganz .
Verlässt mich dein Geist für immer.
Viel zu tief sitzen die lange verklungenen Worte…
die tiefe Berührungen meiner Seele sind.
Wo bist du nur?
Lass‘ meine Seele dich wieder atmen!

Ohne dich bin ich eine Blinde im Lebenswald bunter Farben. Ohne dich, bin ich taub auf dem Klangteppich der Welt.

Komm‘ zurück und erzähl mir von Lebendigkeit!

Komm‘ zurück zu mir, so ganz!

Lass‘ uns zusammen wieder das Lieben lieben!

Bleib bei mir und belüge mich…

Belüge mich, wie so viele Male zuvor. Und ich werde dir auch das Hundertste Mal glauben.

Darüber, dass du uns nie verlässt.

Doch nun lass‘ mich tauchen ganz tief in dir, auf dass ich es wieder vergesse und mich verliere im endlosen Meer des Augenblicks.

Jetzt …

sind wir für immer.

Kein Text über Liebe

Stolpern

Immer wenn ich dich sehe, stolpert mein Herz. In diesem einen, unwiederbringlichen Takt, setzt es aus. Denn er diktiert mich noch. Dieser Takt. Dieser Takt, zu dem unsere Herzen tanzten, all die Zeit. Ich kann ihn noch hören, leise pulsiert er im Hintergrund. Jeden Tag.

Frei und leicht und schön und unbeschwert.

Leichtfüßig trippelten die Füße damals übers Parkett, über Wiesen oder Kies. Fest war der Halt und sicher waren wir.

Und dann kam ich auf einmal völlig raus. Erinnere mich nur noch so vage unserer alten Melodie und trampele dir unsaft auf die Füße.

„Pass doch auf!“ sagte ich und „warum kannst du nicht besser führen?“, schimpfte ich.

„Los komm jetzt!“, forderte ich, und „Nein so geht das nicht!“ wütete ich.

Denn ich hatte Angst. Angst, dass ich falle, stolpere und unter mir die Leere ist. Und so forderte ich „Halt mich doch, schlaf doch nicht ein!“

Und du?

Du gingst einfach weg, verliessest das Parkett, beendetest den Tanz, nahmst all den Glanz, all das Gute und die Musik mit dir aus dem Tanz-Saal und gingst fort.

Seitdem stolpere ich durch mein Leben. Mal schlecht mal recht und erst recht – und vor allen Dingen –  gerade dann, wenn deine Augen meine treffen, und ich dir unter diese trete. Dann stolpert nicht nur mein Herz, dann wanken meine Füße und suchen den Boden, den ich lange Zeit nicht gefunden habe.

Ich frage mich, ob wir ihn jemals beherrschen, so ganz ohne Angst vertrauen. Dass ich mitgehe, mich führen lasse und du mich führst. Du da bist. Du keine Angst vor deiner eigenen Stärke und Courage und ich keine Angst vor der Ungewissheit habe … Und immer dann, wenn da dieser Auftakt, dieser feine subtile Wechsel in Melodie und Rhythmus uns herausfordert blind zu fliegen, blind zu tanzen, dieser kleine Moment der Schwebe und Ungewissheit, dann schaffen wir es vielleicht irgendwann nicht mehr ins Leere zu greifen oder auf Füße zu trampeln. Dann hören wir vielleicht einmal nicht auf zu vertrauen.  Und beenden das, was wir vor langer Zeit begonnen und wofür wir uns getroffen haben.

Dann latsche ich dir nicht voller Angst ungeschickt auf die Schuhe oder greife wild nach dir in Panik, sondern warte einfach ab, bis du die Bewegung wieder aufnimmst. Und du wirst nicht gehen, sondern einfach bleiben. Hältst einfach aus, dass ich unsicher bin. Und nimmst ihn wieder auf, den Tanz des Ungewissen. Und so bleiben wir in Stille über all die ungetanzten Lieder dieser Zeit und warten ab, bis wir uns wieder trauen. Ganz treu, so wie immer, und das gilt, was schon immer galt zwischen uns. Es ist das, was nach Vollendung einer würdigen Liebe strebt, auf dem Tanz-Parkett ist es die Kür.

Dass du da bist und mich fängst.

Und ich mich endlich fangen lasse. Von dir.

Kein Text über Liebe

Bald wird es dramatisch …

denn bald erscheint der nächste Band der Reihe „EinzigHEARTig unARTig“ Es geht um nichts Geringeres, als um DIE LIEBE. Es wird hoch dramatisch,  es wird sehnsüchtig und es wird hoch-leidenschaftlich. Sultanine dreht auch hier wieder voll auf, gibt wieder richtig Gas auf dem Gefühls-Barometer und gibt alles hinein:

Sultanine schreibt … KEIN TEXT ÜBER LIEBE – Über Liebe und andere Grausamkeiten 

So wird er heißen, der zweite Band der Literatur- und Poesie-Reihe von Sultanine.

Manchmal wird es sich anfühlen, wie ein wahrer Blut-Strom, der über die Buchstaben zum Leser fließt, aber so ist Sultanine. Einfach voller Emotion und voller Liebe, für lebendiges Fühlen und Lieben und all das: Alle Abgründe, alle Höhen und alle Tiefen, alle Dramen und alles Wohl und Wehe vom leidvollen Spiel der Liebe, das hat sie nun in ein Büchlein verpackt. Nichts für schwache Nerven, denn das was hier zusammen gesammelt wurde, auch wieder aus zehn Jahren Entwicklung, geht tief.

Tief an die Substanz und tief an die Nerven. So kreiere ich als Sultanine wieder mal meine eigene Therapie-Couch, gemalt und gemacht aus Buchstaben. Lass dich ein, auf eine Achterbahn der Gefühle, ohne Anschall-Gurt und doppelten Boden und erfahre, was dich auf dem Grund der Text erwartet:

Wieder einmal nichts Geringeres, als dich selbst und deine eigene Gefühlswelt, die sich in den Texten spiegelt.

Es ist der kreative Weg zu sich selbst, ein Experiment, dass wie eine Eigen-Therapie anmutet. Etwas ganz Neues. Und deshalb so lesenswert. Hier schreibt und fühlt sie sich frei, nackt bis auf die Haut, bis auf die Seele, bis nichts mehr übrig ist von dem was mal Leiden war, um zu erkennen: Schreiben ist ein kreativer Weg der Transformation der Innenwelt. Und in diesen Prozess der Transformation, nehme ich dich mit.

Bleibt also gespannt.

Und vor allem einzig, niemals artig 😉

Sultanine

#therapeutischesschreiben

Kein Text über Liebe

Die geliebte Unsichtbare

Es hat mich einmal gegeben.

Irgendwann. In deinem Leben.

Davon erzählt dir dein Herz jeden Tag.

Dass da mal was Warmes war.

Was Echtes, Nahes.

Unverwechselbares.

Doch du blicktest durch mich hindurch.

Wie durch Glas.

Jahrelang versuchte ich dir zu zeigen,

wer ich bin.

Was ich fühle. Was ich brauche.

Von dir.

Doch du blicktest stumm,

einfach nur, um mich herum.

Durch mich hindurch.

Und sahst mich nicht.

Unsichtbar war ich für dich.

Bis ich fort war. Und es plötzlich auffiel.

Dass da was fehlt. Unwiederbringlich.

Weg ist.

Und du begannst mich zu suchen überall.

Fragtest Bäume, Seen und den Wind.

Doch sie wussten keine Antwort.

Sie fragten bloß nach meinem Aussehen.

Dann schlugst du die Hände nieder.

Denn dir fiel auf, dass du das gar nicht weißt.

Du hattest mich ja niemals wirklich gesehen.

Niemals wirklich angeschaut.

Du weißt nur, wie es sich anfühlt mit mir zu sein.

Und dieses Gefühl bleibt.

Dass da einmal etwas Großes war.

Und dass du es nie wirklich gegriffen hast.

Wahrgenommen hast.

Und so werde ich wohl auf jeher deine geliebte Unsichtbare bleiben.

Von der du niemals weißt wer sie wirklich ist.

Sondern nur,

wie warm sie küsst.

Kein Text über Liebe

Vergissmeinnicht

Und dann schaut sie den Mond an und vermisst das Lachen.

Dieses Lachen, das sie vergessen lässt.

Den Kummer der Welt, den Schmerz des Morgens und den Gram über ungeweinte Tränen.

Er ist nun fort, und sie stellt sich vor, er sei  bei einer anderen glücklich. Trifft sie Tag und Nacht, schläft ein, wacht auf in diesen Armen, die Sonne kommt und geht. Und da er fern ist, liebäugelt er mit dem Vergessen.

Und das stellt das eigentliche Drama dar.

Nicht, dass er fort ist.

Nicht, dass er bei einer anderen ist.

Sein Lachen in ihren Ohren klingt.

Seine Augen sich in ihren spiegeln.

Nein.

Dass er er vergessen wird.

Langsam.

Wie ein einmal geliebtes Lied, dass ihn begleitet hat …

Er jede Zeile, jeden Auftakt kennt. So kannte er auch sie.

Das Lied verhallt in der Stille der Nächte. Wurde viel zu lange gespielt. Alle Ohrwürmer  sind abgespult.

Vergessen ist das Ende.

Er wird vergessen, irgendwann.

Wie ein einmalig gemaltes Kunstwerk, was niemand mehr anschaut, wird sie fad und trübe werden, uninteressant, weil jedes Detail bereits entdeckt, entzaubert und entschlüsselt.

Das Auge sich satt gesehen hat an ihr.

Wie eine damals rot leuchtende Blume, die voller Verheißung anbetungswürdig der Natur entliehen, verwelkt sie langsam zu modirgem Kompost.

„Vergissmeinnicht“

Sagt sie.

Und schaut den Himmel an.

Und fragt sich wo er ist.

Und ob er sich einsam fühlt.

Irgendwo.

(Sultanine-Archiv 2016)

„Sultanine schreibt …  EinzigHEARTig unARTig Band 2: Kein Text über Liebe – Über Liebe und andere Grausamkeiten“ erscheint bald als Buch!